Die bislang namenlose Hamburger Leichtathletikhalle wurde am Donnerstag feierlich in „Wolfgang-Kucklick-Halle“ umbenannt. Die Namensplakette sowie eine Würdigung des Namensgebers enthüllten die Leiterin des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Dr. Bettina Schomburg, die Vorsitzende der Bezirksversammlung Hamburg-Nord Isabel Permien sowie Janina Konerding, Präsidentin des Hamburger Leichtathletik-Verbandes, vor zahlreichen Weggefährt:innen und Vertreter:innen der Hamburger Vereine.
Wolfgang Kucklick war Ende 2023 im Alter von 89 Jahren gestorben. Von 1977 bis 1992 war er Präsident des Hamburger Leichtathletik-Verbandes. Schon damals, aber auch darüber hinaus, setzte er sich leidenschaftlich für den Bau einer Leichtathletikhalle in Hamburg ein. Die nun nach ihm benannte Halle konnte nach mehreren Planungsanläufen Mitte der 2000er-Jahre schließlich gebaut und 2006 eingeweiht werden.
Boris Bansemer, langjähriger Weggefährte und Redner beim Festakt, betonte die Bedeutung Kucklicks für den Leichtathletik-Standort Hamburg: Diese Halle wäre ohne ihn nicht – oder wenn überhaupt, dann erst sehr viel später – gebaut worden. In gewisser Weise fördere er die Hamburger Leichtathletik damit auch über seinen Tod hinaus und habe sich so unsterblich gemacht.
Der Zeitpunkt der Umbenennung könnte kaum besser sein. Sie geht auf eine Initiative Bansemers zurück und wurde von der Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterstützt und beschlossen. Denn nicht nur die Halle feiert ihr 20-jähriges Bestehen – auch ein weiteres „Baby“ Kucklicks konnte jüngst ein Jubiläum begehen: der Hamburg Marathon. 1986 brachte er erstmals einen Marathon in das Herz einer deutschen Großstadt und legte damit den Grundstein für die heutige Großveranstaltung, die zugleich maßgeblich zur Finanzierung der Hamburger Leichtathletik insgesamt beiträgt.
(Andreas Grieß)

