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Jugend

Leistungssteigerungen für HLV-Athleten und erstes Sportfest in Hamburg

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Die „Late Season“ 2020 nimmt für die HLV-Athletinnen und -Athleten mehr und mehr Fahrt auf. Darüberhinaus wurde mit dem Sportfest des Buxtehuder SV nun auch im Hamburger Leichtathletik-Verband (wenn auch geografisch in Niedersachsen gelegen) der Wettkampfbetrieb wieder aufgenommen.

Bereits am Donnerstagabend konnte Diskustalent Mika Sosna (TSG Bergedorf) beim Werfertag des TSV Bargteheide seine Bestleistung mit dem 1,75kg schweren U20-Diskus auf 56,77m steigern. Diese Weite stellt zudem eine Verbesserung seines von ihm selbst gehaltenen Landesrekordes dar (siehe Bericht). Am Freitagabend reiste eine kleine Auswahl Hamburger Athletinnen und Athleten bis nach Dresden zum Abendsportfest des Dresdener SC. Vor allem Sprinterin Louise Wieland (Hamburger SV) überzeugte mit ihren Leistungen in den Kurzsprints, wobei sie über 200m in 24,44 sec mit optimalen +2,0m/s Rückenwind eine neue Bestleistung aufstellen konnte (100m; 12,04 sec). Ein ausführlicher Bericht der Veranstaltung ist bei leichtathletik.de zu lesen.

Ebenfalls am Freitagabend läutete der Buxtehuder SV mit seinem Sportfest den Beginn der Late Season im Hamburger Leichtathletik-Verband ein. Besonders herauszuheben sind die Ergebnisse der HLV-Nachwuchsathletinnen Marlene Lang und Caroline Hartwig (beide LG Wedel-Pinneberg). Mit ihren Leistungen von 12,82 sec über 100m und 5,58m im Weitsprung landete Marlene in beiden Disziplinen eine Nase vor ihrer Vereinskollegin (12,90 sec; 5,42m).

Auch in Lübeck ging es an diesem Wochenende wieder Rund auf der Bahn. Beim Sprinter- und Läuferabend am Samstag kam Mittelstreckenspezialist Emil Aßmann (Niendorfer TSV) über 800m der Zwei-Minuten-Marke gefährlich nahe und verbesserte sich auf 2:00,39 Minuten. Auch die HSV-Sprinter Chibugo Luke und Marcel Klobe zeigten über 200m ansprechende Leistungen (22,78 sec; 22,87 sec).

Den Abschluss des Wettkampfwochenendes stellte am Sonntag der „Tag der Überflieger“ in Essen dar. Allen voran präsentierte sich Weitspringer Bennet Vinken (Hamburger SV) in bestechender Form. Ein weiter Satz auf hervorragende 7,56m bescherte ihm eine deutliche Steigerung seiner Saisonbestleistung im Vergleich zur Vorwoche. Auch sein Vereins- und Trainingspartner Carl-Junior Mireku Boateng (Hamburger SV) knüpfte nach seiner langen Verletzungspause an seine gute Leistung aus Berlin an (siehe Bericht) und sprang 7,11m weit. Auch leichtathletik.de hat einen Bericht zu dieser Veranstaltung veröffentlicht.

Die Ergebnisse aller Veranstaltungen sind unter Ergebnisse zu finden.

Heilbronn wird Gastgeber der Jugend-DM, U16-Mehrkämpfer in Halle/Saale

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In der Planung der Late Season der Leichtathleten sind einige Änderungen notwendig geworden. Sie betreffen jeweils mit einem Orts- und Terminwechsel die Meisterschaften der U18/U20 und die Mehrkämpfe der U16.

Die Detailkonzeption der verbliebenen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in der Corona-Saison 2020 läuft auf Hochtouren. Damit verbunden: Terminverschiebungen sowie erhöhte Aufwände in der Planung und Organisation aufgrund von notwendigen Durchführungs- und Hygiene-Konzepten.

Diese veränderten Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Jugend-DM der U20 und U18 von Ulm nach Heilbronn verlegt wird. Das Ulmer Donaustadion war vom 24. bis zum 26. Juli als Austragungsort vorgesehen gewesen. Aufgrund der Risiko-Bewertung der Corona-Pandemie sowie der damit verbundenen veränderten Richtlinien zur Durchführung von Sportveranstaltungen und der Verordnungen zum Infektionsschutz hat Ulm jedoch von der Austragung der Titelkämpfe Abstand genommen. Hinzu kommt, dass im Stadion zum Zeitpunkt einer Neu-Terminierung Anfang September Umbau-Maßnahmen stattfinden sollen.

Der ausrichtende Württembergische Landesverband konnte jedoch mit der Stadt und der TSG Heilbronn erfahrene Partner gewinnen, die sich dazu bereit erklärt haben, die Titelkämpfe in ihrem Stadion auszurichten. Hier hatte zuletzt 2018 die U23-DM stattgefunden. Die Jugendlichen der Altersklassen U20 und U18 werden dort vom 4. bis zum 6. September ihre Deutschen Meister 2020 ermitteln.

Mehrkampf-DM der U16 in Halle/Saale

Für die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf in Vaterstetten haben die Neu-Konzeptionen zur Folge, dass eine Integration aller Altersklassen in die Titelkämpfe vom 21. bis 23. August nach Prüfung aller Möglichkeiten nicht umsetzbar ist: Es können nicht alle vorhandenen Anlagen genutzt werden, wenn Mindestabstände und weitere Auflagen erfüllt werden müssen und zudem die maximal zugelassene Personenzahl nicht überschritten werden darf. So werden hier lediglich die Titel im Siebenkampf und Zehnkampf der U18 bis zu den Aktiven vergeben.

Die Mehrkampf-Hochburg Halle/Saale mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt hat sich daraufhin dazu bereiterklärt, die Mehrkampf-Meisterschaften der U16 auszurichten. Um für alle Vereine und Athleten eine Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen, verschiebt sich der Termin für die W/M14- und W/M15-Athleten um eine Woche auf den 29./30. August.

Eine Ausschreibung sowie Informationen zum Qualifikationsmodus wurden noch nicht veröffentlicht.

Besonderer Service für Läuferinnen und Läufer

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Die Corona-Pandemie stellt alle vor neue Herausforderungen. Das Training muss, wie so oft, allein organisiert werden. Für viele Hamburger Leistungssportler stellt sich das Problem, dass keine exakt vermessenen Strecken für ein fundiertes Training außerhalb der Stadien wohnortnah oder schnell erreichbar zur Verfügung stehen, ohne in ein Stadion zu müssen.

Als Vermesser von Internationalen Laufstrecken, der zurzeit „arbeitslos“ ist, hat der Vorsitzende des HLV-Breitensportausschusses Wolfgang Timm nun diverse Strecken in Hamburg eingemessen, die derzeit oft in Benutzung sind und den Anspruch an eine exakte Länge befriedigen. GPS-Daten sind da völlig untauglich für ein exaktes Training.

Folgende Strecken hat Wolfgang Timm bereits vermessen und sie mit entsprechenden Markierungen versehen:

Gerne möchte er dieses Engagement für die Leistungssportler als kostenfreien Service des Hamburger Leichtathletik-Verbandes vertiefen. Wer also seine „Haus-Trainingsstrecke“ eingemessen haben möchte, kann sich gerne bei Wolfgang Timm melden. Dieser Service ist vorrangig auf die Leistungssportler aus den Vereinen des Hamburger Leichtathletik-Verbandes beschränkt. Allerdings werden die Ergebnisse auf der HLV-Homepage veröffentlicht. Wer einen Wunsch zur Vermessung an Wolfgang Timm sendet, müsste den Vermesser dann mit dem Rad begleiten bzw. führen können.

Eine Mail an Wolfgang Timm (timm@hhlv.de) oder ein Telefonat zur Terminabklärung (0171 ‐ 535 19 49) genügen. Strecken im Bereich von 1000m (in 100m Schritten), 5km und 10km wären im Angebot zur Vermessung. Markierte Strecken müssen aber selbst gepflegt werden.

 

Digitale Ranglisten: Neuer Bestenlisten-Service auf leichtathletik.de

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Die vorläufigen Leichtathletik-Ranglisten der Freiluft-Saison 2020 sind abrufbar. Erstmals steht der Bestenlisten-Service zum digitalen Abruf mit Auswahl-Menüs und Suchfunktion zur Verfügung.

Die Freiluft-Saison 2020 nimmt langsam Fahrt auf – zumeist noch im Rahmen von alternativen Sportfesten, in kleinen Teilnehmerfeldern und mit abgespecktem Disziplin-Programm. Doch zunehmend mehr Leichtathleten nutzen mittlerweile die Chance, sich trotz der Corona-Pandemie einer ersten Formüberprüfung im Wettkampf-Betrieb zu unterziehen.

Einen Überblick über die bisher erzielten Leistungen bietet die neue Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV): Ab sofort stehen die Ranglisten in einer verbesserten digitalen Übersicht zur Verfügung, in der Nutzer nach Altersklasse oder Disziplin filtern, nach Namen suchen und deutlich umfangreichere Datenbestände abrufen können. Angeboten wird dieser Service zunächst für die Altersklassen der U16 bis hin zu den Aktiven, beginnend mit der Freiluft-Saison 2020. Die Bestenlisten der vorherigen Jahre sind nach wie vor im Archiv abrufbar.

Automatische und manuelle Datenpflege

Direkt Eingang in die Bestenlisten finden Resultate von Veranstaltungen, die über die Software TAF3 von Seltec abgewickelt wurden. Diese Daten werden im Wochenverlauf fortlaufend ergänzt um Resultate weiterer Veranstaltungen auf nationalem und internationalem Boden im Stadion und auf der Straße. Darüber hinaus findet stetig eine Daten-Kontrolle und -Bereinigung statt.

Leistungen aus Trainings- und Testwettkämpfen sind nicht bestenlistentauglich. Auch in Corona-Zeiten gelten zur Anerkennung von Resultaten grundsätzlich die gleichen Rahmenbedingungen wie bisher:

  • angemeldeter und genehmigter Wettkampf
  • regelkonforme Durchführung (qualifizierte Kampfgerichte)
  • elektronische Zeitmessung
  • Windmessung bei Weit-/Dreisprung und Sprint bis 200 Meter
  • Athleten müssen ein gültiges Startrecht besitzen

Sollten besonders zum Start des neuen Bestenlisten-Services noch Fehler oder Lücken auffallen, sind entsprechende Hinweise per Mail an Kevin Glunz zu senden. Dabei ist zu beachten, dass nur vollständige Hinweise (Ergebnisliste oder Link zur Ergebnisliste; Ergebnis; Name; Jhg; Verein; Ort und Datum der erbrachten Leistung) aufgenommen werden können. Die Ergänzung fehlender Resultate kann einige Tage in Anspruch nehmen.

Zwei Neue beim HLV – Dominik Ludwig und Patrick Meibom stellen sich vor

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Seit nun einem Monat sind die beiden neuen Landestrainer Dominik Ludwig (Sprint) und Patrick Meibom (Mehrkampf) in ihren neuen Positionen aktiv (wir berichteten). Nun ist es an der Zeit, dass sich beide dem Verband und seinen Mitgliedern, vor allem aber den Athletinnen und Athleten sowie deren Trainerinnen und Trainern vorstellen. Dafür haben Dominik und Patrick sich gegenseitig interviewt. Im Folgenden ist zu lesen, welche Fragen sie sich gegenseitig gestellt haben und auch welche Antworten sie darauf gegeben haben.

 

Interview mit Dominik Ludwig (geführt von Patrick Meibom)

Hi Dominik, Du bist seit Juni 2020 Verbandstrainer für den HLV und zuständig für den Bereich „Sprint“, was hat Dich motiviert, die Aufgabe zu übernehmen?

Ich stelle mich grundsätzlich gerne Herausforderungen und möchte dazu beitragen, dass sich die Leichtathletik in Hamburg zeitgemäß und attraktiv entwickelt. Eine wichtige Grundlage hierfür ist aus meiner Sicht eine langfristige Zielsetzung sowie eine klare Strategie. Mit dem Leistungssportkonzept 2020 – 2024 sowie den vorhandenen Ressourcen (u.a. etablierte Vereine, Jahnkampfbahn, Leichtathletikhalle) sind diese Voraussetzungen erfüllt.

Mein Herz schlägt besonders für den Sprint, weil der Adrenalinkick beim Startschuss oder bei der Staffelholzübergabe alternativlos ist (übrigens auch für mich als Trainer neben der Bahn).

Hast Du im Sprint/Lauf-Bereich eine Lieblingsdisziplin?

Nein.

Wie lange bist Du jetzt schon Trainer? In welchem Verein?

Ich habe von 1995 – 2008 und 2013 – 2016 als Trainer im Ahrensburger TSV (Schleswig-Holstein) gearbeitet und sämtliche Altersklassen und Disziplinen trainiert. Seit 2015 arbeite ich hauptberuflich im Sport und betreue zudem Athletinnen und Athleten im Track & Field Club Hamburg.

Was macht Dir am meisten Spaß am Trainerdasein?

Spaß macht es mir natürlich, wenn Athletinnen und Athleten ihre persönlichen Ziele erreichen. Das Trainerziel, die Peak-Performance so zu steuern, dass Athletinnen und Athleten diese exakt am Saisonhöhepunkt abliefern, übt einen besonders großen Reiz auf mich aus. Spaß macht mir auch der Weg zu diesem Ziel. Ich lerne gerne dazu und halte mich ständig auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse, um meine Philosophie stetig zu optimieren. Wenn sich mir die Wirkungsweise einer neuen Übungsform nicht erschließt, probiere ich sie an mir aus, bevor ich sie ggf. integriere. Auch das Entwickeln sprintspezifischer Übungen und Drills sowie die Biomechanik-Analyse bereiten mir Freude.

Gibt es sportliche Erfolge als Trainer, auf die Du gerne zurückblickst oder Saisons von denen Du sagst, die haben Dich in Deiner Entwicklung weitergebracht?

Natürlich gibt es besonders emotionale Momente, in denen sich das Engagement für Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainer auszahlt. Zu diesen zählen insbesondere die Medaillen, die meine Athletinnen und Athleten bei Deutschen Meisterschaften im Sprint und Mehrkampf erreicht haben. Als wichtigsten Erfolg sehe ich es aber an, dass ich alle meine Athletinnen und Athleten stetig progressiv entwickelt habe ohne dass jemals schwere Verletzungen aufgetreten sind.

Zuletzt hatte ich die Möglichkeit, die Hockey-Nationalmannschaft der Damen als verantwortlicher Athletiktrainer zu betreuen. Auf der 25-monatigen gemeinsamen Weltreise habe ich eine Menge über Motivation, Zusammenhalt und Professionalität im Spitzensport gelernt. Besonders schön waren die Medaillen, die wir 2018 (WM-Titel in der Halle, EM-Titel in der Halle) und 2019 (EM-Silber und -Bronze bei der Hockey Pro League) gewonnen haben. Trotz dieser Erfolge habe ich die Leichtathletik sehr vermisst und bin froh, die Chance zu haben, im HLV zu arbeiten.

Neben den emotionalen Höhepunkten in der LA und beim Hockey hatten natürlich auch Misserfolge und persönliche Enttäuschungen einen großen Einfluss auf meine aktuelle Trainerphilosophie. Dabei sind sowohl eine eingehende Analyse der Saison inklusive Feedback der Athletin / des Athleten sowie die darauf basierende Selbstreflexion die entscheidenden Werkzeuge.

Wie warst Du denn so früher im Sport, gibt es Bestleistungen, die das geneigte Publikum wissen müsste?

Ich habe schon immer für den Sprint gebrannt – leider hat meine Muskelfaserzusammensetzung nicht mitgespielt ;-)

Deine Vision für die Leichtathletik in Hamburg?

Es wäre toll, wenn alle Menschen, denen die Leichtathletik in Hamburg am Herzen liegt, konstruktiv und innovativ an einem Strang ziehen. Über Vereinsgrenzen hinaus haben wir die Chance in unserer Hansestadt moderne Konzepte zu gestalten und die Sportart ein Stück weit zu modernisieren/reformieren.

Ich stehe den Kaderathletinnen und Kaderathleten im Sprintbereich ab sofort als Ansprechpartner zur Verfügung und werde zusammen mit unserem Trainerteam die Rahmenbedingungen weiter optimieren.

Aufgrund der Wichtigkeit für die Zukunft unserer Sportart ist es mir ein besonderes Anliegen, potenzielle Trainertalente zu finden, zu fördern und zu entwickeln. Hierfür bin ich auf Mithilfe angewiesen und freue mich, wenn mir entsprechende Kandidaten aus den Vereinen genannt werden.

Interview mit Patrick Meibom (geführt von Dominik Ludwig)

Hallo Patrick, seit diesem Sommer bist du als Disziplintrainer im HLV für den Mehrkampf verantwortlich. Worin liegt für dich der Reiz dieser Aufgabe? 

Mein Herz hat, seitdem ich mit der Leichtathletik angefangen habe, schon immer für den Mehrkampf geschlagen und ich durfte bereits viele schöne Jahre absolut wunderbare Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer trainieren und diese regelmäßig auch auf Deutschen Meisterschaften betreuen. Der Reiz liegt nun in der Heranbildung eines Mehrkampfkaders in Hamburg, gemeinsam mit den Heimtrainern. Dafür möchte ich zuerst einmal gerne als Ansprechpartner für Trainer und Mehrkämpfer auch in Fragen von Trainingsgestaltung und -planung zur Verfügung stehen und würde mich über einen regen und offenen Austausch freuen, um optimale Trainingsbedingungen für die Athletinnen und Athleten in Hamburg zu ermöglichen. Dabei ist es ja auch so, dass die Landestrainer insgesamt als Team sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es ist klasse, von einem bisher noch kleinen aber schon so tollen Verbandstrainerteam unterstützt zu werden und intensive Anregungen zu erhalten.

Welche eigenen sportlichen Wurzeln hast du?

Angefangen habe ich tatsächlich im Mannschaftssport und habe bis zu meinem 15. Lebensjahr Fußball gespielt, zuerst beim TSV Sasel und zuletzt beim SC Concordia in der Jugend-Oberliga. Allerdings habe ich die Atmosphäre und den oft künstlich aufgebauten Druck beim Fußball irgendwann als recht anstrengend empfunden und mich nach einer etwas feinsinnigeren und für mich irgendwie anspruchsvolleren Alternative in der Nähe meines Wohnortes umgeschaut. Das war die Leichtathletik in Poppenbüttel! Der Einstieg gelang mir dann über den Weit- und Hochsprung recht gut, musste den Leistungssport jedoch ausgerechnet nach einer beim Volleyball (bei der Bundeswehr) zugezogenen kapitalen Bänderverletzung am Sprungfuß jäh beenden.

Seit wann bist du als Trainer aktiv?

Seit langer Zeit ;-). Ich habe bereits als Jugendlicher Ende der 80er meine C-Lizenz bei Hans Peters abgelegt. Nach einer längeren Pause durch Ausbildung und Studium in den 90ern und frühen 2000ern, bin ich 2007 wieder als Trainer eingestiegen und habe 2015 dann den B-Lizenz-Lehrgang für den Mehrkampf erfolgreich abgeschlossen.

Welches war dein schönster Moment als Trainer?

Es ist natürlich schon immer toll, wenn man es als Trainer schafft, den Athleten in seinen sportlichen Ambitionen zu unterstützen, voranzubringen und diese zu (ggf. auch unverhofften) sportlichen Erfolgen zu führen, sei es in regionalen Wettkämpfen oder auf nationalen Meisterschaften. Da gab es wirklich viele schöne Momente, so dass ich gar keinen besonders herausheben möchte. Schön ist natürlich auch, wenn man merkt, es hat sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis gebildet, ob gegenüber Athleten oder anderen (Mit-)Trainern, auf deren Grundlage viel besser auf Herausforderungen eingegangen werden kann.

Gibt es Disziplinen, die du besonders gerne bzw. weniger gerne magst?

Für mich hat tatsächlich jede Einzel-Disziplin ihren Reiz. Gerade in der „Disziplin“ des Mehrkampfes (ob 10- oder 7-Kampf) finde ich es aber faszinierend, dass „Mehrkämpfer innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Disziplinen mit unterschiedlichen Anforderungen absolvieren“ und nicht nur die rein sportliche, sondern auch mentale Komponente, ausschlaggebend wird.

Worauf legst du als Trainer besonders wert?

Ich finde es toll, wenn sich innerhalb einer Trainingsgruppe die Athleten auch persönlich verstehen bzw. gut miteinander auskommen, da jeder von jedem doch immer noch etwas lernen kann und es sich zusammen einfach auch gut trainieren lässt. Auch Flexibilität und Resilienz zu vermitteln sowie einen langfristigen Aufbau zu verfolgen, halte ich gerade für den Mehrkampf für sehr wichtig.

Ich finde es auch gut, neue und zuerst vielleicht unbekannte Wege hinsichtlich Trainingsmethoden oder –ansätze auszuprobieren, um den Athleten eine vielseitige Basis anzubieten und dazu auch in einem regen Austausch mit anderen Trainern zu stehen.

Zudem ist essentiell, einen weiten und offenen Blick als Trainer zu haben (z.B. um von anderen Trainern, Trainingsmethoden oder auch Sportarten lernen zu können), aber auch sich seines eigenen Konzeptes bewusst zu werden und Widerstände überwinden zu können. Da muss ich mich natürlich auch wieder jeden Tag hinterfragen und bereits Angewendetes auf den Prüfstand stellen. Man lernt nie aus!

Welche Ziele verfolgst du für den Mehrkampf (die Leichtathletik) in Hamburg?

Es wäre klasse, wenn wir bei dem tollen Potential, dass die heutigen Athleten mitbringen, in Hamburg eine auch erst einmal auf nationaler Ebene schlagkräftige und leistungsstarke Mehrkampftruppe aufbauen könnten und jungen Athleten vermitteln, dass der Mehrkampf, über den sicherlich auch ggf. überproportional erforderlichen Trainingsfleiß hinaus, sehr viel Spaß macht und einen nicht nur sportlich, sondern auch persönlich zwar viel abverlangt aber auch unschätzbar wertvoll für das eigene Leben ist.

 

Der Hamburger Leichtathletik-Verband bedankt sich bei Dominik und Patrick für diese interessanten Einblicke in ihre Trainerwelten und heißt beide ein weiteres Mal herzlich willkommen!

Sport ohne Abstand wieder möglich

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Der Senat hat gestern weitere Lockerungen der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen, die ab dem 1. Juli 2020 in Kraft treten. Danach ist Sport mit Körperkontakt und ohne Abstand für Gruppen von bis zu 10 Personen wieder möglich. Das gilt für Sport in und auf öffentlichen, schulischen und privaten Sportanlagen, im Freien wie in geschlossenen Räumen. Entsprechende Schutzkonzepte sind bei Sportarten in geschlossenen Räumen nach § 6 zu erstellen und die Kontaktnachverfolgung nach §7 ist einzuhalten.

Mitglieder- und Vereinsversammlungen

Mitgliederversammlungen und Gremiensitzungen  von Vereinen sind bereits seit der letzten Verordnung wieder erlaubt. Die spezifischen Regelungen entnehmen Sie bitte der Verordnung in §10.

Für Veranstaltungen gelten nun die folgenden Regelungen: Veranstaltungen sind unter Auflagen zur Kontaktrückverfolgung sowie Hygiene- und Schutzvorkehrungen wieder erlaubt. Die zulässige Teilnehmerzahl hängt unter anderem davon ab, ob die Veranstaltung unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen stattfindet. Bei Veranstaltungen im Freien mit festen Sitzplätzen dürfen bis zu 1000 Personen teilnehmen (in geschlossenen Räumen bis zu 650), ohne feste Sitzplätze im Freien bis zu 200 Personen (in geschlossenen Räumen bis 100). Wird Alkohol ausgeschenkt, reduziert sich die Höchstzahl bei Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze um jeweils die Hälfte.

Die seit heute gültige neue SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung ist hier einsehbar. Die Verordnung gilt zunächst bis Ende August. Weitere Informationen sind auch der Pressemitteilung der Innenbehörde zu entnehmen. Auch der Hamburger Sportbund hat einen Beitrag zu den weiteren Lockerungen veröffentlicht.

ANTI-DOPING-NEWSLETTER Juli 2020

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Im aktuellen Anti-Doping-Newsletter Juli 2020 finden Sie folgende Themen:

  • NADA-Jahres-Pressekonferenz 2020 – NADA-Jahresbericht 2019
  • Doping Russland – Russische Athleten fordern zum Handeln auf
  • NADA – Dried Blood Spot (DBS)-Testprojekt
  • Geheimsache Doping „Hau rein die Pille“ – Schmerzmittel im Fußball
  • Teilnahme an Veranstaltungen der List of International Competitions 2020 der World Athletics
  • Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE-Antrag)

Mika Sosna mit nächstem Rekordwurf

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Nachdem Diskuswerfer Mika Sosna (TSG Bergedorf) bereits Ende Mai im Rahmen eines Einladungswettkampfes des SC Neubrandenburg den Hamburger Landesrekord der männlichen Jugend U18 im Diskuswurf mit dem 1,5kg-schweren Wurfgerät auf 64,05m verbessern konnte, gelang ihm dasselbe Kunststück nun auch mit dem 1,75kg-Diskus in der Altersklasse U20. Diesen Rekord hatte Mika bereits Ende Januar dieses Jahres bei den Norddeutschen Winterwurf-Meisterschaften auf 54,15m steigern können.

Da in Hamburg nach den aktuellen Verordnungen noch keine Wettkämpfe möglich sind, musste Mika für seinen nächsten Rekordwurf nach Berlin-Hohenschönhausen zum 1. Werfertag des SV Preußen Berlin reisen. Nach zwei Würfen von knapp 53 Metern und weiteren ungültigen Versuchen gelang ihm im fünften Durchgang eine Leistungssteigerung auf glatte 56,00m. Sowohl im vergangenen Jahr als auch in der vergangenen Winterwurfsaison haben in Deutschland nur vier U20-Athleten weiter geworfen. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass der TSG-Athlet noch in der U18 startberechtigt ist.

Der Hamburger Leichtathletik-Verband gratuliert Mika und seinem Trainer zu dieser herausragenden Leistung!

Die Gesamtergebnisliste ist hier einzusehen.

DLV-Präsidium beschließt DM-Restplanung für 2020

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Das Geschäftsführende Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hat auf einer Videokonferenz in der letzten Woche (05.06.)  beschlossen, für folgende Veranstaltungen, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurden, einen Sonderantrag auf Durchführung bei den Behörden zu stellen:

Late Season:

  • Deutsche Meisterschaften Braunschweig (8./9. August) – Sondergenehmigung wurde beantragt, aber noch nicht genehmigt.
  • Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften Vaterstetten (21. bis 23. August)
  • Deutsche Jugendmeisterschaften (U18/U20) Ulm (Mitte September) – Ein genaues Datum steht noch nicht fest.
  • Bezüglich der Senioren-Mehrkampf-DM in Zella-Mehlis fällt eine Entscheidung bis 16. Juni.
  • Von der DLM wurde eine Sondergenehmigung für den Länderkampf „Berlin fliegt!“ für den 16. August 2020 beantragt, aber noch nicht genehmigt.

Abgesagt für 2020 und neu terminiert für 2021 werden aufgrund der Beschränkungen der Corona-Pandemie folgende Veranstaltungen: die U23-DM, die U16-DM, die Senioren-DM, die DM Senioren Wurf Mehrkampf, die DM 10 Kilometer, die DM 50 Kilometer Gehen, die DM Ultratrail, die DM 50 Kilometer Straßenlauf, die DM 10.000 Meter, die DM Halbmarathon, die DM Marathon und die DM 100 Kilometer.

Weitere Informationen dazu siehe hier auf der DLV-Homepage.