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Wettkämpfe

Hamburger Meisterschaften Halbmarathon

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Beim den im Rahmen des 5. PSD Bank Halbmarathon ausgetragenen Hamburger Meisterschaften hat sich Sabrina Mockenhaupt (Lauf Team Haspa Marathon Hamburg) ihren ersten Hamburger Titel im Halbmarathon geholt. Sie gewann das Rennen in 1:20:30 Stunden. Nach längerer Laufpause war es ihr erster Wettkampf und sie mit dem Ergebnis zufrieden, obwohl sie zwischendurch anhalten musste: „Auf jeden Fall bin ich megaaaa zufrieden nach langer Pause aus der kalten Hose den Halbmarathon so schnell laufen zu können. Apropos Hose, die musste ich leider bei Km 6 auch mal runterlassen und einen Boxenstopp von 55 Sekunden einlegen. Leider, sonst wäre es schon unter 1:20h gewesen“, schreibt sie auf Instagram.
Vizemeisterin wurde Jana Baum  in 1:23:22 Stunden und den dritten Platz in 1:33:10 Stunden belegte Berrin Otto, beide vom Hamburger Laufladen e.V.

In der Meisterschaftswertung der Männer siegte Hailezgi Meresi (HNT Hamburg), der sich bereits vor zwei Wochen den  Meistertitel  über die 10km Straße im Rahmen des 29. Barmer Alsterlaufs geholt hatte. Er verbesserte mit dem Rennen seine Halbmarathon-Bestzeit auf 1:09:29 Stunden und holte sich auch den Gesamtsieg . Platz zwei in der Meisterschaft belegte Christian Hiller (Turnerbund Hamburg Eilbeck) in 1:10:16 Stunden vor Sören Bach (Hamburg Running) in 1:11:48 Stunden.

Herzlichen Glückwunsch

Hier geht es zu den Ergebnissen der Meisterschaften

 

 

 

Team-DM Senioren in Baunatal

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Der 46. Endkampf der Team-DM Senioren fand am 22. September in Baunatal bei Kassel statt.

Stadion Baunatal

In diesem Jahr haben sich wieder vier Hamburger Mannschaften für den Endkampf qualifiziert:
StG Hamburg-Harburg und die StG NORD-WEST Hamburg (beide AK W60), die HNT Hamburg (AK W40) sowie die StG Hamburger Jungs  (LG Alsternord und SV Polizei; AK M70).

Die Mannschaft der StG NORD-WEST Hamburg (W60) qualifizierte sich mit dem sechsten Platz und konnte sich im Endkampf mit 4.553 Punkten leider nicht weiter nach vorne kämpfen. Für die StG NORD-WEST starteten die Damen Brunhilde Manzow-Herrmann, Angela Brauer, Elke Gailus, Manuela Heyns, Margit Mortensen, Gisela Gramse, Mareen Paiste und Birgit Döbler.

In diesem Jahr war auch die StG Hamburg-Harburg (W60) wieder im Endkampf dabei und beendeten diesen auf dem vierten Platz mit 5.207 erzielten Punkten. Für die StG Hamburg-Harburg starteten die Damen Wiebke Baseda, Karin Grummert, Ingeborg Thoma, Monika Belau und Irmtraut König.

Die Frauen der HNT Hamburg (W40) standen nach der Qualifikation auf Platz fünf. Trotz einer besseren Leistung im Endkampf mit 5.968 Punkten, mussten sie sich leider mit nur zwei Punkten Rückstand der StG SF Neukieritzsch (5.970 Punkte) geschlagen geben und wurden sichere fünfte. Für die HNT Hamburg waren Stephanie Bott, Silke Hennings, Regine Paul, Anja Schönemann, Sandra Meyer-Lindloff, Birgid Matthies, Anja Nitsch, Sabine Frommann, Regina Reefschläger und Birte Völkner am Start.

In der AK M70 waren in diesem Jahr nur fünf Mannschaften angetreten. Nach Abschluss aller Wettkämpfe war die StG Hamburger Jungs (7.010 Punkte), 172 Punkte hinter der StG Team Stormarn (7.182 Punkte) auf dem zweiten Platz. Für die StG Hamburger Jungs waren am Start: Klaus Gailus, Norbert Kubischok, Hans-Joachim Lange, Klaus-Dieter Lange, Arnold Burmester, Wolfgang Vogt, Axel Wendt, Hans-Jürgen Mest, Gerd Reiske, Paul Busse, Josef Süllwold und Franz Timmermann.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlichen Glückwunsch zu ihren Erfolgen.
(br)

Alle Ergebnisse finden Sie hier

Bronzemedaille bei der Team-DM für die U16-Jungs vom Hamburger SV

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Für die U16-Team-DM in Lage waren mit den Jungs und Mädchen vom Hamburger SV  gleich zwei Hamburger Mannschaften qualifiziert. Am Ende des 9 Stunden dauernden Wettkampfes konnten sich die 13 HSV-Jungs mit 11.180 Punkten und dem Gewinn der Bronzemedaille belohnen. Die Silbermedaille war mit nur 26 Punkten Rückstand zum TV Wattenscheid zwar zum Greifen nahe, aber im Laufe des Abends überwog zunehmend die Freude über den 3. Platz. Trotz einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle in beiden Mannschaften konnten auch die Mädchen auf dem 8. Platz die Punktzahl aus der Qualifikation mit 9.431 Punkten bestätigen. Den DM-Titel gewannen die Teams von der StG Darmstadt/Gelnhausen bei den Jungs sowie von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen bei den Mädchen.

Wenn man aus den starken Mannschaftsleistungen der HSVer überhaupt besondere Einzelleistungen hervorheben will, dann sicher die nachträglich erbrachten Normerfüllungen für die U16-DM von Matti Wellm mit 11,69 Sek über 100m und Lotte Dreyer mit 1,66m im Hochsprung.

Hier geht es zu den Ergebnissen

Staffelmedaillen bei Senioren-WM in Málaga (ESP)

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In Málaga sind am Sonntag die Weltmeisterschaften (04. – 16. Sep. 2018) der Senioren*innen zu Ende gegangen. Auch in diesem Jahr sind einige Erfolge aus Hamburger Sicht zu verzeichnen. Vorwiegend in den Staffelwettbewerben sind die Medaillen gesammelt worden.

Ingeborg Thoma (W65, LG Alsternord Hamburg e.V.):   Bronze  4x100m-Staffel in 66,44 s und Bronze 4x400m-Staffel in 5:59,68 min.
Horst Hufnagel (M80, LG Alsternord Hamburg e.V.):      Gold      4x100m-Staffel in 65,95 s
Heinz Keck (M75, LG Alsternord Hamburg e.V.): Gold 4x100m-Staffel in 58,87 s und Gold 4x400m-Staffel in 5:21,99 min.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Heinz Baseda (M65, SV Grün-Weiß Harburg), der sich im Zehnkampf die Goldmedaille mit 7.079 Punkten erkämpfte (sh. Bericht vom 8. Sept. 2018). Außerdem belegte er im Hochsprung den 7. Platz mit einer Höhe von 1,45 m.

Die einzige Silbermedaille in einem Einzelwettbewerb gewann Reinhard Dahms (M75, LG Alsternord Hamburg e.V.), im Speerwurf mit einer Weite von 36,24 m. Im Stabhochsprung belegte er mit 2,30 m den 6. Platz. Im Wurf-Mehrkampf wurde er mit 2.956 Punkten Achter.

Weitere Platzierungen (bis 8. Platz) haben erzielt:

Karin Grummert (W60, SV Grün-Weiß Harburg): 6. Platz über 80m Hü. > 17,10 s
Ingeborg Thoma (W65, LG Alsternord Hamburg e.V.): 7. Platz im Hochsprung > 1,06 m, 8. Platz im Weitsprung > 3,39 m
Rüdiger Möhring (M50, TSG Bergedorf): 6. Platz im Hammerwurf > 51,05 m
Mourad Bekakcha (M35, Hamburg Running): 8. Platz im Halbmarathon > 1:14,11 Std.
(br)

Hier finden Sie die Ergebnislisten mit Hamburger Beteiligung und hier die Gesamtergebnislisten der WM

Einen Bericht über die Athleten*innen der LG Alsternord zur Teilnahme an der WM können Sie hier einsehen.

Historischer Erfolg für „Team Hamburg“ beim Verbändekampf der U16 in Bad Harzburg

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Beim U16-Vergleichskampf der Norddeutschen Landesverbände am 8. September 2018 in Bad Harzburg konnten wir mit unserer aus 17 Jungs und 16 Mädels bestehenden Mannschaft großartige Erfolge erzielen und als „Team Hamburg“ bei den Mädchen Platz zwei und den Jungs Platz 3 belegen. In der Addition der Ergebnisse erreichte die Mannschaft den dritten Platz.

Großartig war auch die gegenseitige Unterstützung im Wettkampf, egal für welchen Hamburger Verein man startet. Viele erfreuliche Einzelleistungen führten zu diesen fantastischen Platzierungen! Eine der herausragenden Einzelleistungen zeigte Lysann Helms von der LAV Hamburg-Nord, die für ihre Zeit über die 300m (39,84s) zusätzlich zum Mannschaftserfolg auch noch als beste Einzelathletin des Tages geehrt wurde.

Hier geht es zur Ergebnisliste

Heinz Baseda gewinnt WM-Gold im Zehnkampf

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Bei der Senioren-WM (4.–16. Sept. 2018) in Malaga (ESP) gewinnt Heinz Baseda (M65) vom SV Grün-Weiß Harburg mit großem Vorsprung von 608 Punkten auf den Zweitplatzierten, die Goldmedaille im Zehnkampf.
Er erreichte 7.079 Punkte mit folgenden Leistungen:
100m >> 14,15 sec, Weit >> 4,67 m, Kugel >> 8,62 m, Hoch >> 1,48 m, 400m >> 66,59 sec, 100m Hü >> 18,76 sec, Diskus >> 31,43 m, Stab >> 2,85 m, Speer >> 34,87 m, 1.500 m >> 6:20,94 min. (br)

Alle Ergebnisse vom Zehnkampf

Die Ergebnisse von allen Wettkampftagen können sie hier einsehen

 

 

Jana Sussmann verbessert Hamburger Rekord

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Die hochklassige Konkurrenz beim ISTAF in Berlin beflügelte Jana Sussmann (Laufteam Haspa Marathon Hamburg) auch in diesem Jahr noch einmal -am Ende der Freiluftsaison- zu einer hervorragenden Leistung über 3.000m Hindernis. In 9:36,26 min lief sie zu einer neuen persönlichen Bestzeit und verbesserte den von ihr im letzten Jahr in Berlin aufgestellten Hamburger Rekord um über drei Sekunden. Damit belegt sie nun in der aktuellen DLV-Bestenliste Platz 3 hinter Gesa-Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Elena Burkhard (LG farbtex Nordschwarzwald)

Herzliche Glückwunsch

Deutsche Meisterschaften im 24 Stunden-Lauf

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Marcel Leuze vom Turnerbund Hamburg Eilbeck verteidigte am Wochenende in Bottrop erfolgreich seinen Titel im 24h-Lauf bei den 30. Deutschen Meisterschaften der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV)!
Mit 237,122 km lag er am Ende gut 6 km vor dem Zweitplatzierten Manuel Tuna (TSG Helbershausen), der eine Distanz von 230,909 km zurücklegte . Platz 3 ging an Hecke Friedemann (VfL Ostelsheim), der es auf 217, 826 km brachte.

Herzlichen Glückwunsch!

Hier geht es zur Homepage der Deutschen Ultramarathon Vereinigung

Meldeschluss DM10km, HHM 10km und Halbmarathon

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NICHT VERGESSEN:

Janas EM-Tagebuch

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(11. August) Es war nicht total enttäuschend, aber es auch nicht superduper toll. Auf jeden Fall ein Erlebnis! Ich bin 9:41 Komma irgendwas Minuten gelaufen. Das ist weniger als zwei Sekunden an meiner persönlichen Bestleistung entfernt – und trotzdem über der für mich magischen 9:40-Minuten-Grenze. Aber ich bin so schnell gelaufen wie ich konnte, daher ist ja eigentlich alles okay. Die anderen waren wirklich sehr schnell. Nun habe ich Sonntag keinen Wettkampf mehr, sondern genieße Berlin auf eine andere Art. Meine Familie und viele Freunde und Bekannte sind da. Ich feuere die anderen an, tanze und stoße auch mal mit einem Weinchen an ;)

Dort unten im Olympiastadion zu stehen, und das Publikum lauter werden zu hören, als mein Name genannt wird, war schon ein Erlebnis, das ich meinen Enkeln noch erzählen kann. Meine Saison ist noch nicht vorbei und ich genieße es noch hier mit der Mannschaft und den vielen anderen Athleten zu sein. Bis ich Montag in die schönste Stadt zurückfahre und noch ein bisschen weitertrainiere :) Danke für so viel Daumendrücken und viele Nachrichten. Wow.

Liebe Grüße aus Berlin
Jana Sussmann

Artikel Hamburger Abendblatt 11.08.2018

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(09. August) Das Athletenhotel ist so groß wie ich noch nie ein Hotel gesehen habe. Über 1000 Betten! Es ist sehr schick und sogar von einem Polizeiaufgebot abgesichert. Und überall so angenehm kühl, wie in einer separaten Welt. Die Hitzewucht draußen, die stärker als in Kienbaum und von den Betonwänden noch reflektiert zu werden scheint, vergessen wir in den Hotelräumlichkeiten. Bis Freitagmittag bin ich noch alleine im Zimmer, dann kommt Konstanze Klosterhalfen :)

Ebenso riesig wie das Hotel ist das Büffet, das nur ein bis zwei Stunden am Tag nicht zugänglich ist. Morgens, mittags, abends und zwischendurch gibt es alles, wirklich alles, was das Herz begehrt. Allein beim Frühstück: vier verschiedene Frischkäse-, elf unterschiedliche Wurstsorten, sogar Kresse zum selbst Abschneiden und Omelett direkt vom Koch, wie du es am liebsten magst.
Am Abend haben wir gemeinsam die emotionalen Momente der Wurf-Legenden Robert und Christina, sowie den Superlauf von Alina und den Mega-Sieg von Zehnkämpfer Arthur gesehen. Das hat mein Vorfreude- und Aufgeregt-Level angehoben – natürlich nur in angemessener Weise ;)
Eben bin ich locker eine Runde im Tiergarten gelaufen und mache mir heute einen entspannten Jana-Tag, nur mit Dingen, die ich gerne mag :)

Jana Susmann

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(08. August) Nun sind die Europameisterschaften in Gange. Athleten, die die erste Qualifikationsrunde nicht geschafft haben und keinen weiteren Einsatz wie zum Beispiel in der Staffel haben, sind nun schon ganz durch mit ihrem Wettkampf. Verrückt.
Wegen der Hitze und der Entfernung zum Stadion waren wir nicht live zum Zuschauen im Stadion mit der blauen Bahn, sondern haben die Vor- und Abendsession aus Kienbaum verfolgt. Echt spannend, die Athleten im Olympiastadion laufen, werfen und springen zu sehen, die ein paar Tage zuvor noch mit am Mittagstisch saßen. Wie das immer so ist, gab es schon Enttäuschungen (Olympiasieger, der alle seine Diskuswürfe ins Netz hämmert, oder Stürze beim Hindernisbalken), aber auch Erfreuliches wie eine Silber- und Bronzemedaille (Sprinterin Gina und Kugelstoßer Storli).

Ich packe nun meine Sachen, schlüpfe in die offizielle Nationalmannschaftskleidung und steige in den Bus gen Teamhotel nahe Berliner Tiergarten ;)

Jana Sussmann

Interview mit Jana Sussmann in der WELT vom 08.08.2018

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(06. August) Obwohl ich hier deutlich weniger auf dem Zettel habe als in meinem Hamburger Alltag, vergehen die Tage ziemlich schnell. Ich komme weniger zum Lesen oder Kreuzworträtseln als ich dachte. Dafür unterhalte ich mich viel mit Athleten aus anderen Disziplinen und bekomme interessante Einblicke. Zum Beispiel: Wenn die Staffelläufer trainieren, ist Hochtechnologie mit im Spiel, die genauestens auswertet, wer wie viel Tausendstel-Sekunden zu früh losgelaufen ist – da dauert eine Trainingseinheit auch mal knapp drei Stunden. Oder die Geher, die trainieren genau, die Füße so aufzusetzen, dass es gerade so nicht als Laufen zählt.

Mit den Athleten reisen auch immer mehr Physiotherapeuten aus Kienbaum ab und nach Berlin. Der große Raum mit sehr hohem Lärmpegel, in dem 15 Liegen nebeneinander platziert und ständig besetzt waren, wirkt nun viel größer. Weil mir nichts wehtut, nichts ziept und zwickt, war mein Physiotermin gestern Abend schön angenehm. Eine entspannte Massage, mit nettem Gespräch und wohltuender Regeneration. Mein Abschlusstraining ist mir auch gut gelungen und vor allem hat es mir Spaß gemacht.
Jetzt lasse ich nur noch wirken, fokussiere und freue mich :)

Jana Sussmann

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(05. August) Langsam wird es in Kienbaum leerer. Zwei Tage vorm Wettkampf werden die Athleten mit einem Bus ins Mannschaftshotel nach Berlin gefahren. Heute, am Montag, beginnt die Europameisterschaft der Leichtathleten mit den ersten Wettkämpfen!

Mir gefällt es hier. Der Tag beginnt mit Sonnenschein und einem Frühstück, das alles bietet, was ich gerne mag: Hier gibt es sogar Erdnussbutter und echte (!) Nutella. Der Tag verläuft dann in etwa so: Nach dem Training gibt es Mittagessen, dann übermannt einen die Mittagsträgheit. Wir haben hier den Luxus, uns ein kleines Mittagsschläfchen zu gönnen. Um 15 Uhr ruft die EM-Lounge mit Kaffeeduft, Kuchen, frischer Wassermelone und gesunden Smoothies.

Für mich steht heute mein Abschlusstraining an. Damit gebe ich meinem Körper noch einen kleinen Reiz, füttere das Ganze dann mit seichtem Training und kann Freitag bei meinem Lauf dann explodieren ;)

Jana Sussmann

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(04. August) Die Sonne scheint auch in Kienbaum sehr kraftvoll und ich vermisse ein wenig die angenehme Hamburger Brise. Doch mit der Hitze müssen wir auch im Wettkampf umgehen. Gegen 10 Uhr wird es voll auf dem Trainingsplatz: Athletische Sprintstarts, Läufe und Sprünge sind zu sehen, kraftvolle Schreie der Werfer und die „Hep“-Rufe der Staffelläufer zu hören. So langsam habe ich alle mir bekannten Gesichter getroffen, die mir zwischen dem gelben Getummel beim Team-Nachmittag nicht über den Weg gelaufen sind. Und ich lerne neue Athleten kennen, von der Geherin bis zum Dreispringer.

Gegen die Hitze können wir ins Kältebad gehen, in den See springen und uns gekühlte Getränke nehmen. An jeder Ecke zu bekommen: Kokoswasser-Drinks, die die Regeneration fördern und nach dem ganze Geschwitze den Elektrolyte-Haushalt wieder auffüllen sollen.

Der Sonnabend ist auch der Medientag. Von 10 bis 16.30 Uhr wuseln und schnacken im Raum neben dem Essenssaal sechs ARD- und ZDF-Redakteure mit je einem Athleten neben sich zwischen Laptops, Notizblöcken und Aufnahmegeräten. Jeder Athlet beantwortet eine gute halbe Stunde Fragen der Journalisten und erzählt, was die Reporter dann bei der Fernsehübertragung im Wettkampf den Zuschauern erzählen :)

Jana Sussmann

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(03. August) Der Tag der Anreise nach Kienbaum: Im klimatisierten Auto dreieinhalb Stunden Richtung Berlin. Meine Trainerin Beate Conrad und ich trafen auf die DLV-Mannschaft, die nun zum größten Teil beisammen ist. Es war Team-Nachmittag am Stienitzsee, die gesamte Mannschaft versammelte sich gerade in einem alten Fabrikgebäude. Schattig, kühl und groß genug für die 127 Athleten. Mit Ärzten, Trainern, Physiotherapeuten und Psychologen umfasst das DLV-Team 230 Leute – groß wie nie für die Heim-Europameisterschaften!

Es gab Willkommens- und Motivationsworte, ein kleines Video, einen Jongleur-Auftritt und dann Freizeit am See mit Plantschen, Tischtennis, Kaffee und Kuchen.

Danach sind wir nach Kienbaum gefahren, haben die Wohnungen bezogen.
Mein erster Eindruck: ein zwar abgelegenes Örtchen, bei dem die Bedingungen für eine gelungene EM-Vorbereitung gut sind und noch besser geschaffen wurden. Die Mannschaft ist eingeschworen, ich freue mich :)

Jana Sussmann