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Wettkämpfe

Medaillen und Rekorde für HLV-Athleten bei Jugend-DM in Heilbronn

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Am vergangenen Wochenende fanden unter strengen coronabedingten Einschränkungen die Deutschen Jugend-Meisterschaften der Jugend U20 und Jugend U18 in Heilbronn statt. Die 28 qualifizierten Athletinnen und Athleten aus Hamburg konnten dabei zum Teil herausragende Leistungen erzielen, Medaillen gewinnen und sogar Rekorde brechen.

Lysann Helms (Hamburger SV) war als Dritte der Meldeliste über 400m der weiblichen Jugend U18 durchaus als Medaillenfavoritin angereist. Erfreulicherweise wurde sie dieser Rolle gerecht und konnte sich mit 54,75 sec nicht nur die Bronzemedaille sichern, sondern auch ihren eigenen Mitte Juli in Wetzlar aufgestellten Hamburger Landesrekord verbessern. Über 200m verpasste sie das Finale mit glatten 25,00 sec nur knapp. Ebenfalls Bronze gewann ihr Vereins- und Trainingskollege Bela Karn (Hamburger SV) über 400m der männlichen Jugend U20. Mit einem beherzten Endspurt lief er zu 48,56 sec (Vorlauf 48,46 sec) und auf den dritten Rang. Nach ihrem 10. Platz Anfang August bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Braunschweig über 1.500m war auch Lisa Hausdorf (AG Hamburg West) in Heilbronn am Start. In einem taktischen Finallauf hielt sie stets den Kontakt zur Spitze und verteidigte auf der Zielgeraden erfolgreichen Platz drei, sodass auch sie sich über Bronze freuen durfte.

Zusätzlich zu den Medaillengewinnen erreichten auch viele weitere HLV-Athleten gute Platzierungen. Sechs von ihnen verpassten das Podest dabei mit vierten Plätzen nur knapp. Dazu zählt unter anderem Matti Wellm (Hamburger SV), der in der männlichen Jugend U18 ein furioses 200m-Finale lief und dabei seine Bestzeit um fast drei Zehntelsekunden auf 22,06 sec verbesserte. Über 100m verpasste er das Finale mit gelaufenen 11,14 sec leider. Im Weitsprung der weiblichen Jugend U18 sprang Marlene Lang (LG Wedel-Pinneberg) mit 5,85m ebenfalls auf den vierten Platz. Dies taten ihr auch ihre Vereinskollegen Jette Beermann und Philip Jensen e Castro (beide LG Wedel-Pinneberg) über 3.000m der weiblichen Jugend U18 bzw. 2.000m Hindernis der männlichen Jugend U18 gleich, die nach 9:53,29 min und 6:08,69 min jeweils als Vierte über die Ziellinie liefen. Zu guter letzt durfte auch Jan Eric Büsing (SC Poppenbüttel) sich nach einer souveränen Finalqualifikation (Vorlauf 4:09,90 min) über einen vierten Platz über 1.500m der männlichen Jugend U18 freuen. Mika Sosna (TSG Bergedorf) war hingegen enttäuscht über seinen vierten Platz im Diskuswurf der männlichen Jugend U18 (58,31m), da er in diesem Jahr bereits deutlich weiter geworfen hat. Diese Enttäuschung steckte er anschließend aber in einen herausragenden Stoß auf 17,91m im Kugelstoßwettbewerb seiner Altersklasse. Diese Weite bedeutete nicht nur einen zusätzlichen sechsten Rang für ihn, sondern auch eine erneute Verbesserung seines eigenen Ende Mai aufgestellten Hamburger Rekordes.

Ebenfalls zwei Finalplatzierungen gelangen Matteo Ciuchini (Hamburger SV). Er erreichte sowohl das 200m- als auch das 400m-Finale der männlichen Jugend U18 und konnte in beiden Läufen den sechsten Platz belegen (200m: 22,48 sec; 400m: 50,59 sec (Vorlauf 50,40 sec)). Sein Vereinskollege Leon Hausmann (Hamburger SV) trat im Weitsprung der männlichen Jugend U18 an und landete mit 6,84m sogar auf Platz fünf. Disziplinkollegin Anika Nießen (Hamburger SV) platzierte sich in der weiblichen Jugend U20 mit einer Weite von 5,97m auf Rang sechs. Weitere Platzierungen unter den besten acht erreichten auch Julius Kemper über 1.500m der männlichen Jugend U20 mit 4:06,13 min und Charlott Jacobs (beide Hamburger SV) mit 58,22 sec (Vorlauf 58,14 sec) über 400m in der weiblichen Jugend U20. Beide erreichten den jeweils 8. Platz. Ein wenig enttäuschend verliefen die Wettkämpfe für Carl-Junior Mireku Boateng und Benita Kappert (beide Hamburger SV). Sowohl Junior als auch Benita blieben mit 6,53m und 5,83m hinter ihren bisher schon in diesem Jahr erzielten Weiten zurück, sodass beide letztlich auf dem zehnten Platz in der männlichen bzw. weiblichen Jugend U20 landeten.

Weitere gute Leistungen in ihren Wettkämpfen erzielten auch Paul Erdle (LAV Hamburg-Nord), Renée Nitsch (HNT Hamburg), Karoline Freier (SC Poppenbüttel), Luke Chibugo, Hannes Schlerf, Naphtali Walz, Latifa Beuck, Vanessa Baldé, Line Kristin Schröder und Nike Praetzel (alle HSV) auch wenn es jeweils nicht für eine Endkampf- oder Endlaufplatzierung reichte.

Der Hamburger Leichtathletik-Verband gratuliert allen Athletinnen, Athleten und deren Trainern herzlich zu ihren Leistungen und Platzierungen!

Alle Ergebnisse der Veranstaltung sind hier einzusehen.

Auf leichtathletik.de sind zudem Highlight-Videos aller Finals zu finden.

Deutsche Meisterschaften Jugend U20 und U18 in Heilbronn

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Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Freitag die Teilnehmerlisten für die Jugend-DM der U20/U18 in Heilbronn  sowie die aktualisierte Ausschreibung inklusive angepasstem Zeitplan veröffentlicht. Die Anmeldung der Betreuer ist ab der kommenden Woche möglich.

Wie alle weiteren Deutschen Meisterschaften wird auch die der Jugend im Corona-Jahr unter besonderen Rahmenbedingungen stattfinden. Diese sind in einem Konzept zur Organisation und Durchführung beschrieben. So ist zum Beispiel das Tragen einer Mund- und Nase-Bedeckung zu jeder Zeit verpflichtend und es gilt, die Abstandsregelung von 1,5 Meter einzuhalten. Die Anzahl der zugelassenen Betreuer ist je Verein streng limitiert. Ein entsprechender Schlüssel, identisch zu dem der DM M/F in Braunschweig, ist erarbeitet worden. Die Anmeldung der Betreuer durch die Vereine ist ab Montag, den 31. August möglich.

Allen, die keinen Zutritt erhalten können oder aus anderen Gründen zuhause bleiben müssen, sei am Wochenende ein Blick auf leichtathletik.de empfohlen: Hier finden Sie an allen drei Tagen einen Livestream und Live-Ergebnisse aus Heilbronn.

Vom Hamburger Leichtathletik-Verband haben  29 Athletinnen und Athleten aus sieben Hamburger Vereinen die Qualifikationsnormen erreicht, wovon 28 zugelassen wurden, um an den Titelkämpfen teilnehmen zu können.

Gemeinsame Landesmeisterschaften der Männer und Frauen unter Corona-Bedingungen

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Am vergangenen Wochenende gingen rund 230 Athleten und Athletinnen in der Jahnkampfbahn an den Start, um trotz Corona ihr Können zu beweisen. Es wurden insgesamt 14 Meistertitel nach Hamburg und 16 nach Schleswig-Holstein vergeben, wobei in beiden Bundesländern die Zahl der Titel gleichmäßig unter den Geschlechtern aufgeteilt wurde.

Bei den Männern dominierten die Athleten des Hamburger SV auf allen Sprintstrecken und im Weitsprung. Lucas Ansah-Peprah sprintete den anderen Athleten in 10,63 Sekunden voraus und gewann somit den Titel über die 100m der Männer souverän vor Paul Erdle (LAV Hamburg-Nord, 11,10s). Bela Karn (Hamburger SV, 22,51s) konnte sich neben seiner Silber-Medaille über 200m hinter seinem Trainingspartner Matti Wellm (22,46s) und vor Paul Erdle (LAV Hamburg-Nord, 22,58s) besonders über den Meistertitel über die 400m-Runde in 48,32s freuen.

Ein weiter Sprung gelang Leon Hausmann (Hamburger SV). Mit seiner Weite 7,07m konnte er sich die Goldmedaille in der Konkurrenz sichern. Leider findet diese Leistung durch den zu starken Rückenwind von 2,7 m/s, keine Berücksichtigung in der Bestenliste.

Ein Doppelsieg gelang Gebrebrhan Brhane von der HNT Hamburg. Er absolvierte die 800m in 1:55,25 min sowie die 1500m in unter 4 Minuten (3:58,78 min) und konnte sich so zwei Meistertitel sichern.

Auch in der Frauenkonkurrenz konnten Athletinnen mehr als eine Medaille in Empfang nehmen. Die Top-Athletin des Hamburger SV Lysann Helms staubte nicht nur den Meistertitel über die 400m mit zwei Sekunden Vorsprung in 55,78s ab, sondern kam nach ihrer Vereinskollegin Louise Wieland (24,37s) und Leonie Kluwig (24,64s), der 100m Landesmeisterin (12,00s) vom Track & Field Club Hamburg, als Dritte in 24,79s über die Ziellinie.

Über die 5.000m der Frauen kam Sophie Vahl (Hamburger SV, 17:37,02 min) als Zweite ins Ziel und sicherte sich somit die Silbermedaille vor Caroline Garmatter (Hamburg Running, 17:49,59 min).

Allen voraus liefen die Athletinnen Alina Ammann vom TuS Esingen über die 800m in 2:06,18 min und Lisa Hausdorf im 1500m-Rennen. Sie überquerte die Ziellinie nach 4:31,42 min.
Renée Nitsch (HNT Hamburg) blieb knapp unter ihrer Bestleistung und belegte im Diskuswurf den zweiten Platz mit geworfenen 39,68m hinter Alisa Rohlfing (LG Elmshorn, 40,77). Marlene Lang (LG Wedel-Pinneberg) knackte im Weitsprung erstmals die 6-Meter-Marke auf den Punkt und gewann damit Gold.

Herzlichen Glückwunsch allen Medaillengewinnern*innen und Platzierten!

DM Senioren Mehrkampf und Gewichtswurf

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Einen hervorragenden Wettkampftag legten die M80-Senioren der LG Alsternord bei den DM Mehrkampf in Zella-Mehlis/Thüringen am Freitag 21.August hin. Wochenlang wurde unter den Einschränkungen von Corona zunächst nur Dauerlauf am Alsterwanderweg trainiert. Erst seit Mitte Mai konnten sich die Oldies der Jahrgänge 1940 und älter wieder mit den technischen Disziplinen Speer-, Diskuswurf und Weitsprung sowie 200m-Sprints beschäftigen. Das Ergebnis der intensiven Vorbereitung auf den ersten Wettkampf nach dem Lockdown konnte sich sehen lassen.

Gold und Silber durch Hartmann Knorr (3.541 Pkt.) und Axel Wendt (3.000 Pkt.) in der Einzelwertung und zusammen mit Klaus-Dieter Lange (2.821 Pkt.) Gold in der Teamwertung (9.362 Pkt.) waren der Lohn. Den 5. Platz in der Wertung der AK80 belegte Thomas Bartling, ebenfalls LG Alsternord, mit 2.265 Punkten.

Auch Karin Grummert (SV Grün-Weiß Harburg) hat die Fahrt nach Thürungen auf sich genommen. Sie startete in der AK 60 im Gewichtswurf und errang die Bronzemedaille mit einer Leistung von 10,04m.

Herzlichen Glückwunsch den erfolgreichen Teilnehmern!

Hier geht es zur Ergebnisübersicht und zum Bericht auf leichtathletik.de.

Hamburgs Beste Kinder U12 abgesagt

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Aufgrund der Corona bedingten Auflagen hat sich der HLV-Jugendausschuss schweren Herzens entschlossen, die für Sonnabend, den 19. September geplante Meisterschaft der Kinder U12 abzusagen. Nach Rücksprache mit vielen Vereinsvertreter*innen ist der Ausschuss zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Veranstaltung ohne Zuschauer und damit auch ohne Eltern in dieser Altersklasse, unter Berücksichtigung der Abstandsregeln etc.  nicht umsetzbar ist. Wir bitten insofern um Verständnis.

Für die Jugend U14 rückt die Hamburger Meisterschaft dafür einen Tag nach vorne und findet nun am Sonnabend den 19. September in der Jahnkampfbahn statt. Die Ausschreibung nebst Zeitplan ist auf der HLV-Homepage unter Termine einsehbar. Die Meldeliste ist über LADV einsehbar.

 

Einladung zur Laufbörse 2020

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Wir freuen uns,  dass wir trotz der Umstände am Mittwoch, den 09. September 2020 um 19:00 Uhr mit der diesjährigen Laufbörse wieder zu Gast in den Räumlichkeiten des Hamburger Betriebssportverbandes sein dürfen. (Adresse: Wendenstraße 120, 20537 Hamburg; Tel. 2368 7240).
Alle Laufveranstalterinnen und -veranstalter sind hierzu herzlich eingeladen.

In diesem Jahr müssen wegen der Corona-Pandemie bei dem Treffen allerdings Hygienevorschriften eingehalten werden:

  • pro Verein/ Veranstalter ist die Teilnahme auf eine Person begrenzt
  • eine Anmeldung ist erforderlich, bitte eine Antwortmail  – wer teilnimmt – an Jürgen Meins (E-Mail: meins@hhlv.de)
  • Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen!

Die Einladung mit der Tagesordnung und der vorläufige Terminplan für die Läufe 2021 können hier eingesehen werden.

Landesrekord und erste Landesmeister des Jahres in der Jahnkampfbahn

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Parallel zu den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Braunschweig (siehe Bericht) waren am Sonntag auch in der Hamburger Jahnkampfbahn im Stadtpark sowie beim Sportfest in Reinbek wieder zahlreiche Athletinnen und Athleten am Start. Dabei konnten die U18-Mädels des HSV sogar ihren im Vorjahr bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm aufgestellten Landesrekord über 4x100m knacken. Die Staffel in der Besetzung Vanessa Baldé, Nike Praetzel, Michelle Klobe und Line Kristin Schröder verbesserte die Zeit um fünf Hundertstel auf 47,67 sec. Mit dieser Zeit sind sie aktuell sogar die schnellste weibliche U18-Staffel Deutschlands, allerdings werden bei der Jugend-DM Anfang September in Heilbronn keine Staffeln gelaufen. Umso bemerkenswerter ist diese Leistung, da Nike, Vanessa und Line am Vormittag bereits in Reinbek beim dortigen Sommersportfest über 100m Hürden am Start waren und auch dort gute Ergebnisse erzielten (14,27 sec; 14,40 sec; 14,71 sec). Am Nachmittag wieder zurück in der Jahnkampfbahn konnte Vanessa sogar noch ihre 100m Bestleistung auf rasante 12,30 sec verbessern. Eine ebenfalls herausragende Zeit erzielte auch die männliche U18-Staffel des HSV. Die vier Läufer Naphtali Walz, Matti Wellm, Frederik Denis und Manuel Mordi verpassten den Landesrekord mit ihrer Zeit von 42,98 sec dabei nur um etwa vier Zehntelsekunden.

Auch im Weitsprung zeigten die Athletinnen und Athleten wieder bemerkenswerte Leistungen. In der Konkurrenz der Frauen sprang Anika Nießen (Hamburger SV) mit 5,88m am weitesten. Ähnliche Weiten erzielten auch Benita Kappert (Hamburger SV) und Marlene Lang (LG Wedel-Pinneberg) mit 5,74m und 5,70m. Unter den Männern erbrachte U20-Athlet Carl-Junior Mireku Boateng (Hamburger SV) nach anfänglichen Problemen mit dem Anlauf mit einem Satz auf 7,18m eine der herausragendsten Leistungen des Tages. Im Finale über 100m konnte er zudem seine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr von 10,97 sec einstellen. Nur wenig langsamer war Paul Erdle (LAV Hamburg-Nord) unterwegs, der in 10,99 sec ebenfalls zum ersten Mal in diesem Jahr die 11-Sekunden-Marke knackte. Eine deutliche Leistungssteigerung erzielte trotz hochsommerlicher Temperaturen von mehr als 30 Grad Julius Kemper (Hamburger SV) über die 1.500m. Seine vor knapp einem Monat in Lübeck aufgestellte Bestzeit pulverisierte er schlichtweg und unterbot in 3:59,89 min nicht nur zum ersten Mal die 4-Minuten-Marke, sondern auch die geforderte Norm für die Jugend-DM in Heilbronn.

Im Rahmen dieses vom HSV ausgerichteten Sportfestes wurden auch die diesjährigen Landesmeisterschaften über die Langhürden ausgetragen. Dementsprechend wurden am Wochenende nach den zahlreichen coronabedingten Terminverschiebungen und der Nacht der Zehner am Tag zuvor die ersten Landesmeister der Freiluftsaison gekührt. Einer von ihnen war Fabio Dinkelmeyer (TSG Bergedorf), der die 400m Hürden in der männlichen Jugend U20 mit einer Siegerzeit von 58,18 sec für sich entscheiden konnte. Einen zweiten Platz sicherte sich Felix-Tombe Martens (HNT Hamburg) mit 53,28 sec bei den Männern. In der weiblichen Jugend U16 siegte Briana Severon (Barsbütteler SV) über die 300m Hürden in 49,87 sec und wurde Hamburger Meisterin.

Die Ergebnislisten der Veranstaltungen sind in der Ergebnisrubrik zu finden.

Bennet Vinken holt Bronze bei DM in Braunschweig

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Nach Wochen und Monaten alternativen Trainings und der schrittweisen Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes standen am vergangenen Wochenende die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Braunschweig im Terminkalender. Diese verliefen für die kleine aber feine Auswahl der Hamburger Athletinnen und Athleten sehr erfolgreich, was nach den umfangreichen coronabedingten Einschränkungen im Training in Hamburg umso bemerkenswerter ist.

Bennet Vinken (Hamburger SV) hat dem Hamburger Leichtathletik-Verband sogar eine Medaille beschert. Im letzten Durchgang des Weitsprung-Wettbewerbes konnte er sich auf eine Saisonbestleistung von 7,57 Meter verbessern und flog damit noch vom siebten Platz auf den Medaillenrang. Neu für Bennet war die mobile Weitsprunganlage, die einem Steg glich. Da die normale Wettkampfanlage im Rahmen von im Frühsommer getätigten Umbauarbeiten im Braunschweiger Stadion nicht fertiggestellt werden konnte, mussten die Athleten auf diese improvisierte Alternative ausweichen.

Auch sein Vereinskollege Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV) reiste mit Ambitionen nach Braunschweig an (siehe Bericht). Während Lucas am Samstag mit einer Vorlaufzeit von 10,50 sec das 100m-Finale der schnellsten Männer des Landes nur um wenige Hundertstel verpasste, gelang ihm dieses Kunststück am Sonntag über 200m. Nachdem er sich im Halbfinale schon auf 21,10 Sekunden hatte verbessern können, sprintete im Finale über 200 Meter in der persönlichen Bestzeit von 21,08 Sekunden auf den fünften Rang. Ein Video des Laufes ist auf leichtathletik.de zu sehen.

Als Vertretung des weiblichen Sprints ging Anna Holzmann (SC Poppenbüttel) in Braunschweig ebenso wie Lucas über 100m und 200m an den Start. Dabei konnte sie mit 11,82 sec im 100m-Halbfinale und 24,26 sec über 200m zwar nicht ganz an ihre Vorleistungen der Vorwochen anknüpfen (siehe Bericht), präsentierte sich in einer starken Frauenkonkurrenz aber beachtenswert.

Die jüngste Hamburger Teilnehmerin in Braunschweig war Mittelstreckenspezialistin Lisa Hausdorf (AG Hamburg West). Die noch der Jugend U20 angehörige Athletin konnte sich im Halbfinale über 1.500m gegen die größtenteils deutlich älteren Kontrahentinnen behaupten und lief bei hochsommerlichen Temperaturen in Saisonbestzeit von 4:26,17 min auf Platz fünf und damit sicher ins Finale. Im Finallauf konnte sie ihre Jahresbestleistung dann nochmals auf 4:25,80 min verbessern, womit sie als noch jugendliche Athletin auf Rang zehn bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen lief.

Der Hamburger Leichtathletik-Verband gratuliert allen Athletinnen, Athleten und deren Trainern herzlich zu ihren Leistungen und Platzierungen!

Alle Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften sind hier zu finden.

Läuferinnen und Läufer trotzen der Hitze

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Seit fünf Monaten legt Corona (auch) den Laufsport-Wettkampfbetrieb fast komplett lahm – und als wäre das nicht genug, hat seit Tagen eine Hitzewelle Deutschland im Griff. Dem aufwändigen Hygienekonzept für die 4. Nacht der Zehner, samt Ortsverlegung ins Stadion Hammer Park, folgte eine kurzfristige Verschiebung der Läufe – weg aus den heißen Nachmittagsstunden. Es grenzte an ein Wunder, dass die Läufe und damit auch die Hamburger/Schleswig-Holsteinischen 10.000m Meisterschaften unter diesen Bedingungen ausgetragen werden konnten. Aber, welche Ironie, die Disziplin 10.000m Bahn – einstmals wenig geliebt – erfährt jetzt einen Aufschwung. Eben weil sie auf der Bahn, genauer, im Stadion stattfindet und nur hier sich, den Erfordernissen entsprechend, die Zuschauerzahlen begrenzen lassen. Und somit gab es hier nach fünf Monaten Durststrecke endlich wieder eine Gelegenheit zu einem echten Wettkampf, die von der Läuferschaft auch reichlich wahrgenommen wurde: die Zahl der erfolgreichen Zieldurchläufe auf der Bahn lag auf Vorjahresniveau und das trotz der bekannten Widrigkeiten.

Erster Eindruck beim Betreten des Stadions: Ein Gefühl wie beim Hammer Park Meeting 2003! Allerdings wollte die Einlasskontrolle keine Zuschauer gegen Eintrittsgeld hereinlassen, sondern vielmehr draußen halten. Das Stadion gehört 2020 den Läufern, maximal deren Begleitern und den Helfern. Ansonsten: Mund-Nasen-Schutz, Handdesinfektionsspender, Spuckschutz, Hygieneregeln – all das, um die Wettkämpfe selbst so normal wie möglich ablaufen lassen zu können.

Zum ersten Start des Abends dämpften einzelne kleine Wolken die Sonne etwas ab. Dennoch lag die Temperatur noch um die 30°. Kein Tag für Bestzeiten, sondern für vorsichtiges Herangehen. 18:00 Uhr: Startschuss für den fünften Lauf des Tages, Qualifikationsnorm: 39:30 und besser, nachdem am Morgen bereits vier Läufe im Bereich 40–50 Minuten stattgefunden hatten. Die Wettkampfatmosphäre war fast perfekt: Rundenzähler, Schlussglocke, Wettkampfrichter, Läufer und eine Menge Adrenalin, aber: keine direkt vom Bahnrand aus anfeuernden Zuschauer. 10.000m oder 25 Runden auf der Bahn sind Taktik und Spannung. Und: der Gegner hat Dich immer im Blick! Matthias Düwel (BSG Jungheinrich) führte zur Halbzeit noch mit einem Lächeln auf den Lippen das Feld an, aber nach 15 Runden saugte sich Verfolger Frank Themsen (LG Bremen-Nord) geradezu heran, holte Düwel nach 17 Runden ein, zog von dannen und hatte im Ziel fast eine halbe Minute Vorsprung.

Zweiter Abendstart 19:00 Uhr, Qualifikation: sub 37:30. Die Trillerpfeife des Kampfrichters zur Startaufstellung – welch ein wunderbares Geräusch, wenn man sie monatelang nicht mehr gehört hat! Nils Eichfelder (Wedel) legt Runde 1 mit 75s vor und baut den Vorsprung auf die Verfolgern schnell auf eine Zielgeradenlänge aus. Cora Blaue (Erfurter LAC) – einzige Frau im Lauf – will eine 37:30 als Zielzeit. Eichfelder hat eine 5.000m Zwischenzeit von 17:45. Das wäre bei gleichbleibendem Tempo eine 35:30. Blaue setzt sich an die Spitze „ihrer“ Gruppe, als deren Rundenzeiten etwas zu langsam werden. Eichfelder lässt auf der zweiten Hälfte nach, kann aber Platz eins mit 36:14 halten. Blaue „erwischt“ es: Sie steigt aus.

Dritter Abendstart, sub 36:30: Hier geht es mit noch sichtbar mehr Taktik zur Sache. Alleingänge kosten Kraft, jeder bleibt so lange wie möglich im Feld, und das Feld bleibt auch tatsächlich erst einmal zusammen. Mit dabei: Michaela Sarman-Lein (hamburg running), die gerade in die W50 gewechselt ist. Da gab’s doch noch einen uralten Hamburger Seniorinnenrekord: 10.000m Bahn, Marlies Schröder, 1994, 39:28,7. Das wäre für Sarman-Lein machbar, zumal sie seit 2019 mit 36:08 den Hamburger W45-Rekord 10 km Straße hält!

Tempomacher bei diesem Lauf: Monier Rauter (TH Eilbeck), aber nach einer Runde beendet das Hauptfeld seinen Ausreißversuch schon wieder. Sarman-Lein hält auf Rekordtempo, verliert aber den Anschluss. Es sind noch immer 29°. Das Feld zieht sich auseinander. Nach 15 Runden: Aus, vorbei… Sarman-Lein steigt aus. Die zweite Frau steigt aus. Nicole Adler (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) bleibt übrig und läuft in 36:20,79 zum Landesmeistertitel. Bei den Männern kann Niklas Witthuhn den Lauf in 34:46 vor Monier Rauter beenden. Vierter Abendstart, 20:40 Uhr, sub 35:19 Teilnehmer. Nach 2.000m führt Lasse Bo Ladewig (HSV) eine 6er Führungsgruppe an.  Führungswechsel zu Benjamin Franke (hamburg running) und Jan Stelzner (Tri-Sport Lübeck), beide mit der Ambition sub 33, und: Es klappt bei beiden! Stelzner in 32:53,57 3s vor Franke.

Finale mit Flutlicht um 21:30 Uhr: Die Elite sub 32:30. Aus Hamburg u.a. der Julius Schröder (TH Eilbeck) und Lennart Jordan (HSV). Abgesagt hat Vorjahressieger Haftom Weldaj (TSV Pattensen). Runde 1 verfliegt für das Feld mit 73 bis 75 Sekunden – das liefe auf eine 30:30 hinaus. Adrenalin! Nach vier Runden ist das Feld noch fast zusammen, nach fünf beschleunigt eine Vierergruppe, wird aber nach einer weiteren Runde schon wieder eingeholt. Nach sieben Runden: Alexander Schröder (LG Kreis Lübbecke / ATSV Espelkamp) setzt sich ab, hält die Führung, baut sie langsam aus, hat nach neun Runden 6 s Vorsprung vor einer jetzt 10-köpfigen Verfolgergruppe. 5.000m (oder 12,5 Runden): 15:30 Durchgangszeit für das Verfolgerfeld. Schröders Vorsprung wächst mit jeder Runde eine Sekunde… und schrumpft wieder zusammen: Nach 17 Runden auf nur noch 5s und nach 18 Runden ist der Sololauf über das halbe Rennen beendet. Schröder wirkt vom Hauptfeld eingefangen. Der nächste Ausreißversuch: Die Spitze zieht das Tempo an, Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) führt und gewinnt mit der Tagesbestzeit und neuer persönlicher Bestzeit von 30:47,59 vor Simon Müller (Tri-Sport Lübeck, 30:58,17).

Die Ergebnisse der Gesamtwertung der Nacht der Zehner sowie der Landesmeisterschaften sind in der Ergebnisrubrik zu finden.

Lucas Ansah-Peprah in Top-Form für Braunschweig

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Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Brauschweig nutzte Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV) die B&S Kurpfalz Gala light in Weinheim für eine letzte Generalprobe. Dieser Test verlief mehr als vielversprechend mit Blick auf die nationalen Meisterschaften, denn Lucas konnte seine Bestleistung bei nahezu optimalen und regulären Windbedingungen von +1,6 m/s um eine weitere Zehntelsekunde auf herausragende 10,31 sec verbessern. Mit dieser Zeit liegt Lucas nicht nur auf Platz sechs der aktuellen Deutschen Jahresbestenliste, sondern auch nur noch sechs Hundertstel entfernt vom Hamburger Landesrekord, gehalten von Jobst Hirscht (SV Polizei Hamburg), dem Sechsten der Olympischen Spiele 1972 in München. Ebenfalls in Weinheim am Start waren Lucas‘ Vereinskollegen Bennet Vinken und Carl-Junior Mireku Boateng (beide Hamburger SV). Im Weitsprungwettbewerb der Männer präsentierte sich vor allem Bennet kurz vor den Deutschen Meisterschaften in starker Form und sprang 7,58m weit, wenn auch mit ein wenig zu viel Rückenwind. Regulär gelang ihm ein Satz auf 7,47m. Junior hatte leider leichte Probleme das Brett zu treffen, sodass für ihn am Ende 7,07m in der Ergebnisliste standen. Auch die weiblichen Trainingskolleginnen Benita Kappert und Anika Nießen (beide Hamburger SV) kamen mit 5,95m und 5,90m nicht ganz an die Leistungen der Vorwochen heran. Ebenfalls am Start war Leonie Kluwig (Track & Field Club Hamburg), die mit ihrer 100m-Zeit von 11,91 sec an die gute Leistung des vergangenen Wochenendes anknüpfte und sogar das B-Finale für sich entscheiden konnte. Auch leichtathletik.de berichtet von weiteren rasanten Zeiten aus Weinheim.

Auch in Hamburg und Umgebung waren wieder einige Hamburger Athletinnen und Athleten am Start, unter anderem bereits am vergangenen Mittwoch beim Abendsportfest in Verden. Dort bestach vor allem Line Kristin Schröder (Hamburger SV) mit einer neuen Bestzeit von 14,33 sec über die 100m Hürden. Weitere gute Leistungen wurden auch beim ersten Sportfest des Jahres in der Jahnkampfbahn erzielt, wo der HSV das erste einer Reihe von Sommersportfesten veranstaltete. Schnellster Athlet des Tages war dort Paul Erdle (LAV Hamburg-Nord) in 11,07 sec über 100m und 22,29 sec über 200m. Sein ärgster Verfolger war jeweils Chibugo Luke (Hamburger SV), der mit 11,18 sec und 22,35 sec zwei neue Bestleistungen aufstellen konnte. Kurz hinter den beiden kam Langsprinter Bela Karn (Hamburger SV) nach 22,52 sec ins Ziel. Auch die U18-Sprinter Napthali Walz und Matti Wellm (beide Hamburger SV) erzielten über 100m mit 11,29 und 11,31 sec gute Ergebnisse. Vereinskollege Manuel Mordi (Hamburger SV) knackte über 200m mit 22,95 sec ein weiteres Mal die 23-Sekunden-Marke. In der weiblichen Jugend sorgten im Sprint 400m-Ass Lysann Helms sowie die Mehrkämpferinnen Line Kristin Schröder und Vanessa Baldé (alle Hamburger SV) über 200m für die besten Zeiten des Tages (24,71 sec; 25,56 sec; 25,66 sec), die gleichermaßen die Erfüllung der DM-Norm bedeuten. Eben dies gelang auch Jette Beermann (LG Wedel-Pinneberg) über 800m. Sie absolvierte die zwei Stadionrunden in 2:18,11 min und unterbot damit geforderte Zeit für die Jugend-DM in Heilbronn. Dieses Ziel verpassten die männlichen Mittelstreckler Julius Kemper (Hamburger SV) und Adam Alioua (Niendorfer TSV) in ihrem 800m-Lauf knapp, auch wenn sie mit 1:57,51 min und 1:58,96 min beide ihre Bestleistungen steigern konnten. Auf der mit 5.000m längsten Strecke des Tages sorgte aus Hamburger Sicht Felix Ludka (Hamburg Running) mit 15:31,01 min für das bedeutendste Ergebnis.

Die Ergebnisse aller Veranstaltungen sind in der Ergebnisrubrik zu finden.