Der Hamburger Leichtathletik-Verband trauert um seinen ehemaligen ersten Vorsitzenden Kurt Plessner, der nur wenige Tage vor Vollendung seines 86. Lebensjahres am 2. Juli verstorben ist.
Der passionierte Läufer der TSG Bergedorf fand in den 60er Jahren zur Leichtathletik. Bereits 1962 übernahm er bis 1967 als Rechtswart erstmals ehrenamtliche Aufgaben im Hamburger Leichtathletik-Verband. Dem Verband stand er dann von 1970 bis 1979 als erster Vorsitzender vor. Danach war er, mit kleinen Unterbrechungen, viele Jahre lang Mitglied des Verbandsrates oder des Rechtsausschusses. Für sein Engagement wurde er vom Hamburger, wie auch vom Deutschen Leichtathletik-Verband, im Laufe der Jahrzehnte jeweils mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Seine Leidenschaft – das Laufen – brachte ihm bis ins höhere Alter zahlreiche Weltmeistertitel bei den Senioren ein. So gewann er u.a. 2009 mit der deutschen Marathon-Mannschaft in der Altersklasse M70 den Titel. In der Einzelwertung belegte er mit 3:36,41 Stunden einen beachtlichen neunten Platz. Im darauffolgenden Jahr kamen drei weitere Weltmeistertitel im Crosslauf, Halbmarathon und der 4x200m-Staffel dazu. In der aktuellen Auflistung der DLV-Bestleistungen der Masters finden sich drei Einträge mit Mannschaftsbestleistungen, zu denen Kurt Plessner maßgeblich beigetragen hat: die Marathon-Mannschaft der TSG Bergedorf der Altersklasse M60 mit einer Zeit von 9:04:04 Stunden aus dem Jahr 1998, die Marathon-Mannschaft der M70 mit einer Zeit von 10:21:07 Stunden von 2007 und die 10km-Mannschaft der M75 mit einer Zeit von 2:33:08 Stunden, erreicht in Hamburg im Jahr 2012.
2013 wurde er in Porto-Alegre, Brasilien noch einmal Marathon-Weltmeister in der Altersklasse M75 und beendete mit diesem Rennen seine Karriere. Die zahlreichen Teilnahmen am Hamburg-Marathon bestritt er immer mit der Startnummer 7737, seinem Geburtsdatum.
Mit Kurt Plessner verliert der Hamburger Leichtathletik-Verband nicht nur einen erfolgreichen Seniorensportler, sondern vor allem einen langjährigen Wegbegleiter, der den Verband in vielerlei Hinsicht unterstützt und voran gebracht hat. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie, der wir viel Kraft wünschen.
Liebe Vereinsvertreterinnen und -vertreter,
Am 8./9. Juli 2023 kommen Deutschlands beste Leichtathlet:innen nach Kassel, um ihre Deutschen Meister:innen zu ermitteln und sich für die Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) zu qualifizieren. Mit dem ganz besonderen familiären Charme und der Möglichkeit, so nah wie bei sonst keiner DM an die Athlet:innen zu kommen, steht einem großen Leichtathletik-Fest in Hessen nichts mehr im Wege.
Der SV Grün-Weiss Harburg und der Hamburger Leichtathletik-Verband trauern um Ekhard (Eddie) Küster, der – wie jetzt erst bekannt wurde – Ende März im Alter von 75 Jahren verstorben ist. Ekhard Küster engagierte sich insgesamt über 40 Jahre für seinen Verein, den SV Grün-Weiss Harburg, als Trainer im Jugend- und Erwachsenen-/Seniorenbereich und als Abteilungsleiter. Die Leichtathletik, die Scharfsche Schlucht und die Athlet*innen, mit denen er eine rege Konversation pflegte, waren sein Leben. Sein Ziel, mit den Erfolg versprechenden Neuzugängen zum Jahresbeginn im Verein eine neue Trainingsgruppe junger, engagierter und leistungsstarker Frauen aufzubauen, müssen nun andere in seinem Sinne fortführen.
Anfang März fand die Sitzung der Wettkampfwarte und NDLV-Beauftragten der Norddeutschen Verbände in Berlin statt. Es wurden u.a. folgende Beschlüsse gefasst:
Wenn Senior*innen ihren Sport betreiben, sollten sie natürlich auch eine Verbandsvertretung haben, um die Verbindung zum Hamburger Leichtathletik-Verband (HLV) bzw. Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gestalten zu können. Im Hintergrund die vielfältigen Interessen der Athlet*innen der Seniorenklasse zu bündeln und nach außen zu vertreten, ist Aufgabe des Seniorenwartes im HLV. Der Breitensportausschuss freut sich über Verstärkung, denn mit Christian Nahrwold konnte – nach langer Zeit – diese Position nun wieder besetzt werden. Er ist ein noch aktiver Leichtathlet, im Langstreckenlauf unterwegs und in seiner Altersklasse auch ganz erfolgreich. Christian Nahrwold ist aber nicht nur in seinem Beruf als Pfleger engagiert unterwegs, sondern auch seit etwa 30 Jahren ehrenamtlich in Vereinen und Organisationen u.a. auch im Bereich Inklusion tätig. Für sein soziales Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Damit bringt er eine Menge Erfahrung und neue Ansätze mit in das Amt des Seniorenwartes.





Im Rahmen der gemeinsamen Seniorenmeisterschaften in der Leichtathletikhalle konnte die Gelegenheit genutzt werden, um eine verdiente Hamburger Leichtathletin für ihre Leistungen zu ehren. Seit 1982 startet Martina Herder für den SC Urania Hamburg. Sie ist bis heute vielseitig und erfolgreich in der Stadionleichtathletik unterwegs. Davon zeugen nicht nur zahlreiche Hamburger Meistertitel, die sie in den letzten Jahren errungen hat, sondern auch viele Podestplätze auf nationaler Ebene. So war sie im letzten Jahr bei den Deutschen Meisterschaften der Senior*innen in Erding die erfolgreichste Athletin unter den Hamburger Teilnehmer*innen. Im Gepäck für die Heimreise befand sich ein kompletter Medaillensatz mit Gold im Speerwurf, Silber im Kugelstoßen und Bronze im Weitsprung der Altersklasse W60. Also ein perfekter Anlass, Martina Herder zur Hamburger Athletin des Jahres 2022 in der Seniorenklasse zu küren.