Skip to main content

HLV-Ehrenringträger Emil Gerdau gestorben

By Allgemein, Breitensport, Leistungssport, Masters

Im Alter von 94 Jahren verstarb Emil Gerdau  am 30. Juli.

Nach vierundsiebzigjähriger Mitgliedschaft in der S.V. Polizei Hamburg verliert der Verein mit dem früheren Polizeisportlehrer eine große Persönlichkeit, die auch in der Hamburger Leichtathletik ein Begriff war. Nach der eigenen sportlichen Laufbahn als Handballer und Leichtathlet engagierte sich Emil über sechzig Jahre in allen Ämtern der damals sehr großen erfolgreichen Leichtathletikabteilung des Vereins. Besonders als Trainer brachte er in den sechziger-siebziger Jahren etliche gute Zehnkämpfer hervor. Dazu gehörten auch seine beiden Söhne und später ein Enkel. Besonders in dieser Zeit organisierte er viele Veranstaltungen, darunter 10 Hamburger Mehrkampfmeisterschaften und 10 Nationale Vergleichswettkämpfe. Insgesamt wurden es rund 100 Veranstaltungen.

Im Laufe der Zeit rutschten viele Athleten in den Seniorenbereich und es kamen neue hinzu. Sie errangen viele Titel und vordere Platzierungen, bei Welt-, Europa-, Deutschen- und Norddeutschen Meisterschaften. Auch die Teams waren sehr erfolgreich. Die Zahl der Landesmeistertitel liegt bei rund 500.

Im sozialen Bereich war Emil Mitbegründer des „gemeinnützigen Jugendwerks unfallgeschädigter Kinder“, welches über die Tore Hamburgs hinaus geschätzt wird.

Bis vor fünf Jahren konnte man ihn noch regelmäßig auf dem Sportplatz und in der Halle bei seinen Senioren finden, und hat sich bis zuletzt für alles rund um die Leichtathletik interessiert.

Für seine Verdienste erhielt Emil Gerdau den Ehrenring des Hamburger Leichtathletik-Verbandes, dazu die Silberne und Goldene Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes sowie vom Hamburger Senat die „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“.

Wolfgang Vogt – SV Polizei –

Bennet Vinken holt Bronze bei DM in Braunschweig

By Allgemein, Ergebnisse, Leistungssport, Wettkämpfe

Nach Wochen und Monaten alternativen Trainings und der schrittweisen Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes standen am vergangenen Wochenende die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Braunschweig im Terminkalender. Diese verliefen für die kleine aber feine Auswahl der Hamburger Athletinnen und Athleten sehr erfolgreich, was nach den umfangreichen coronabedingten Einschränkungen im Training in Hamburg umso bemerkenswerter ist.

Bennet Vinken (Hamburger SV) hat dem Hamburger Leichtathletik-Verband sogar eine Medaille beschert. Im letzten Durchgang des Weitsprung-Wettbewerbes konnte er sich auf eine Saisonbestleistung von 7,57 Meter verbessern und flog damit noch vom siebten Platz auf den Medaillenrang. Neu für Bennet war die mobile Weitsprunganlage, die einem Steg glich. Da die normale Wettkampfanlage im Rahmen von im Frühsommer getätigten Umbauarbeiten im Braunschweiger Stadion nicht fertiggestellt werden konnte, mussten die Athleten auf diese improvisierte Alternative ausweichen.

Auch sein Vereinskollege Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV) reiste mit Ambitionen nach Braunschweig an (siehe Bericht). Während Lucas am Samstag mit einer Vorlaufzeit von 10,50 sec das 100m-Finale der schnellsten Männer des Landes nur um wenige Hundertstel verpasste, gelang ihm dieses Kunststück am Sonntag über 200m. Nachdem er sich im Halbfinale schon auf 21,10 Sekunden hatte verbessern können, sprintete im Finale über 200 Meter in der persönlichen Bestzeit von 21,08 Sekunden auf den fünften Rang. Ein Video des Laufes ist auf leichtathletik.de zu sehen.

Als Vertretung des weiblichen Sprints ging Anna Holzmann (SC Poppenbüttel) in Braunschweig ebenso wie Lucas über 100m und 200m an den Start. Dabei konnte sie mit 11,82 sec im 100m-Halbfinale und 24,26 sec über 200m zwar nicht ganz an ihre Vorleistungen der Vorwochen anknüpfen (siehe Bericht), präsentierte sich in einer starken Frauenkonkurrenz aber beachtenswert.

Die jüngste Hamburger Teilnehmerin in Braunschweig war Mittelstreckenspezialistin Lisa Hausdorf (AG Hamburg West). Die noch der Jugend U20 angehörige Athletin konnte sich im Halbfinale über 1.500m gegen die größtenteils deutlich älteren Kontrahentinnen behaupten und lief bei hochsommerlichen Temperaturen in Saisonbestzeit von 4:26,17 min auf Platz fünf und damit sicher ins Finale. Im Finallauf konnte sie ihre Jahresbestleistung dann nochmals auf 4:25,80 min verbessern, womit sie als noch jugendliche Athletin auf Rang zehn bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen lief.

Der Hamburger Leichtathletik-Verband gratuliert allen Athletinnen, Athleten und deren Trainern herzlich zu ihren Leistungen und Platzierungen!

Alle Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften sind hier zu finden.

Läuferinnen und Läufer trotzen der Hitze

By Allgemein, Ergebnisse, Leistungssport, Masters, Wettkämpfe

Seit fünf Monaten legt Corona (auch) den Laufsport-Wettkampfbetrieb fast komplett lahm – und als wäre das nicht genug, hat seit Tagen eine Hitzewelle Deutschland im Griff. Dem aufwändigen Hygienekonzept für die 4. Nacht der Zehner, samt Ortsverlegung ins Stadion Hammer Park, folgte eine kurzfristige Verschiebung der Läufe – weg aus den heißen Nachmittagsstunden. Es grenzte an ein Wunder, dass die Läufe und damit auch die Hamburger/Schleswig-Holsteinischen 10.000m Meisterschaften unter diesen Bedingungen ausgetragen werden konnten. Aber, welche Ironie, die Disziplin 10.000m Bahn – einstmals wenig geliebt – erfährt jetzt einen Aufschwung. Eben weil sie auf der Bahn, genauer, im Stadion stattfindet und nur hier sich, den Erfordernissen entsprechend, die Zuschauerzahlen begrenzen lassen. Und somit gab es hier nach fünf Monaten Durststrecke endlich wieder eine Gelegenheit zu einem echten Wettkampf, die von der Läuferschaft auch reichlich wahrgenommen wurde: die Zahl der erfolgreichen Zieldurchläufe auf der Bahn lag auf Vorjahresniveau und das trotz der bekannten Widrigkeiten.

Erster Eindruck beim Betreten des Stadions: Ein Gefühl wie beim Hammer Park Meeting 2003! Allerdings wollte die Einlasskontrolle keine Zuschauer gegen Eintrittsgeld hereinlassen, sondern vielmehr draußen halten. Das Stadion gehört 2020 den Läufern, maximal deren Begleitern und den Helfern. Ansonsten: Mund-Nasen-Schutz, Handdesinfektionsspender, Spuckschutz, Hygieneregeln – all das, um die Wettkämpfe selbst so normal wie möglich ablaufen lassen zu können.

Zum ersten Start des Abends dämpften einzelne kleine Wolken die Sonne etwas ab. Dennoch lag die Temperatur noch um die 30°. Kein Tag für Bestzeiten, sondern für vorsichtiges Herangehen. 18:00 Uhr: Startschuss für den fünften Lauf des Tages, Qualifikationsnorm: 39:30 und besser, nachdem am Morgen bereits vier Läufe im Bereich 40–50 Minuten stattgefunden hatten. Die Wettkampfatmosphäre war fast perfekt: Rundenzähler, Schlussglocke, Wettkampfrichter, Läufer und eine Menge Adrenalin, aber: keine direkt vom Bahnrand aus anfeuernden Zuschauer. 10.000m oder 25 Runden auf der Bahn sind Taktik und Spannung. Und: der Gegner hat Dich immer im Blick! Matthias Düwel (BSG Jungheinrich) führte zur Halbzeit noch mit einem Lächeln auf den Lippen das Feld an, aber nach 15 Runden saugte sich Verfolger Frank Themsen (LG Bremen-Nord) geradezu heran, holte Düwel nach 17 Runden ein, zog von dannen und hatte im Ziel fast eine halbe Minute Vorsprung.

Zweiter Abendstart 19:00 Uhr, Qualifikation: sub 37:30. Die Trillerpfeife des Kampfrichters zur Startaufstellung – welch ein wunderbares Geräusch, wenn man sie monatelang nicht mehr gehört hat! Nils Eichfelder (Wedel) legt Runde 1 mit 75s vor und baut den Vorsprung auf die Verfolgern schnell auf eine Zielgeradenlänge aus. Cora Blaue (Erfurter LAC) – einzige Frau im Lauf – will eine 37:30 als Zielzeit. Eichfelder hat eine 5.000m Zwischenzeit von 17:45. Das wäre bei gleichbleibendem Tempo eine 35:30. Blaue setzt sich an die Spitze „ihrer“ Gruppe, als deren Rundenzeiten etwas zu langsam werden. Eichfelder lässt auf der zweiten Hälfte nach, kann aber Platz eins mit 36:14 halten. Blaue „erwischt“ es: Sie steigt aus.

Dritter Abendstart, sub 36:30: Hier geht es mit noch sichtbar mehr Taktik zur Sache. Alleingänge kosten Kraft, jeder bleibt so lange wie möglich im Feld, und das Feld bleibt auch tatsächlich erst einmal zusammen. Mit dabei: Michaela Sarman-Lein (hamburg running), die gerade in die W50 gewechselt ist. Da gab’s doch noch einen uralten Hamburger Seniorinnenrekord: 10.000m Bahn, Marlies Schröder, 1994, 39:28,7. Das wäre für Sarman-Lein machbar, zumal sie seit 2019 mit 36:08 den Hamburger W45-Rekord 10 km Straße hält!

Tempomacher bei diesem Lauf: Monier Rauter (TH Eilbeck), aber nach einer Runde beendet das Hauptfeld seinen Ausreißversuch schon wieder. Sarman-Lein hält auf Rekordtempo, verliert aber den Anschluss. Es sind noch immer 29°. Das Feld zieht sich auseinander. Nach 15 Runden: Aus, vorbei… Sarman-Lein steigt aus. Die zweite Frau steigt aus. Nicole Adler (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) bleibt übrig und läuft in 36:20,79 zum Landesmeistertitel. Bei den Männern kann Niklas Witthuhn den Lauf in 34:46 vor Monier Rauter beenden. Vierter Abendstart, 20:40 Uhr, sub 35:19 Teilnehmer. Nach 2.000m führt Lasse Bo Ladewig (HSV) eine 6er Führungsgruppe an.  Führungswechsel zu Benjamin Franke (hamburg running) und Jan Stelzner (Tri-Sport Lübeck), beide mit der Ambition sub 33, und: Es klappt bei beiden! Stelzner in 32:53,57 3s vor Franke.

Finale mit Flutlicht um 21:30 Uhr: Die Elite sub 32:30. Aus Hamburg u.a. der Julius Schröder (TH Eilbeck) und Lennart Jordan (HSV). Abgesagt hat Vorjahressieger Haftom Weldaj (TSV Pattensen). Runde 1 verfliegt für das Feld mit 73 bis 75 Sekunden – das liefe auf eine 30:30 hinaus. Adrenalin! Nach vier Runden ist das Feld noch fast zusammen, nach fünf beschleunigt eine Vierergruppe, wird aber nach einer weiteren Runde schon wieder eingeholt. Nach sieben Runden: Alexander Schröder (LG Kreis Lübbecke / ATSV Espelkamp) setzt sich ab, hält die Führung, baut sie langsam aus, hat nach neun Runden 6 s Vorsprung vor einer jetzt 10-köpfigen Verfolgergruppe. 5.000m (oder 12,5 Runden): 15:30 Durchgangszeit für das Verfolgerfeld. Schröders Vorsprung wächst mit jeder Runde eine Sekunde… und schrumpft wieder zusammen: Nach 17 Runden auf nur noch 5s und nach 18 Runden ist der Sololauf über das halbe Rennen beendet. Schröder wirkt vom Hauptfeld eingefangen. Der nächste Ausreißversuch: Die Spitze zieht das Tempo an, Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) führt und gewinnt mit der Tagesbestzeit und neuer persönlicher Bestzeit von 30:47,59 vor Simon Müller (Tri-Sport Lübeck, 30:58,17).

Die Ergebnisse der Gesamtwertung der Nacht der Zehner sowie der Landesmeisterschaften sind in der Ergebnisrubrik zu finden.

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag, Klaus Schmidt!

By Allgemein, Breitensport, Masters

Klaus Schmidt, einer der Gründungsväter der LG Alsternord e.V., u.a. Träger der HLV- und DLV-Ehrennadel in Gold, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Das Präsidium und die Verbandsmitarbeiter*innen gratulieren ihm ganz herzlich zu seinem Ehrentag und wünschen ihm Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Wohlergehen, denn damit soll es auch in den nächsten Lebensjahren gut weitergehen.

Lucas Ansah-Peprah in Top-Form für Braunschweig

By Ergebnisse, Jugend, Leistungssport, Wettkämpfe

Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Brauschweig nutzte Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV) die B&S Kurpfalz Gala light in Weinheim für eine letzte Generalprobe. Dieser Test verlief mehr als vielversprechend mit Blick auf die nationalen Meisterschaften, denn Lucas konnte seine Bestleistung bei nahezu optimalen und regulären Windbedingungen von +1,6 m/s um eine weitere Zehntelsekunde auf herausragende 10,31 sec verbessern. Mit dieser Zeit liegt Lucas nicht nur auf Platz sechs der aktuellen Deutschen Jahresbestenliste, sondern auch nur noch sechs Hundertstel entfernt vom Hamburger Landesrekord, gehalten von Jobst Hirscht (SV Polizei Hamburg), dem Sechsten der Olympischen Spiele 1972 in München. Ebenfalls in Weinheim am Start waren Lucas‘ Vereinskollegen Bennet Vinken und Carl-Junior Mireku Boateng (beide Hamburger SV). Im Weitsprungwettbewerb der Männer präsentierte sich vor allem Bennet kurz vor den Deutschen Meisterschaften in starker Form und sprang 7,58m weit, wenn auch mit ein wenig zu viel Rückenwind. Regulär gelang ihm ein Satz auf 7,47m. Junior hatte leider leichte Probleme das Brett zu treffen, sodass für ihn am Ende 7,07m in der Ergebnisliste standen. Auch die weiblichen Trainingskolleginnen Benita Kappert und Anika Nießen (beide Hamburger SV) kamen mit 5,95m und 5,90m nicht ganz an die Leistungen der Vorwochen heran. Ebenfalls am Start war Leonie Kluwig (Track & Field Club Hamburg), die mit ihrer 100m-Zeit von 11,91 sec an die gute Leistung des vergangenen Wochenendes anknüpfte und sogar das B-Finale für sich entscheiden konnte. Auch leichtathletik.de berichtet von weiteren rasanten Zeiten aus Weinheim.

Auch in Hamburg und Umgebung waren wieder einige Hamburger Athletinnen und Athleten am Start, unter anderem bereits am vergangenen Mittwoch beim Abendsportfest in Verden. Dort bestach vor allem Line Kristin Schröder (Hamburger SV) mit einer neuen Bestzeit von 14,33 sec über die 100m Hürden. Weitere gute Leistungen wurden auch beim ersten Sportfest des Jahres in der Jahnkampfbahn erzielt, wo der HSV das erste einer Reihe von Sommersportfesten veranstaltete. Schnellster Athlet des Tages war dort Paul Erdle (LAV Hamburg-Nord) in 11,07 sec über 100m und 22,29 sec über 200m. Sein ärgster Verfolger war jeweils Chibugo Luke (Hamburger SV), der mit 11,18 sec und 22,35 sec zwei neue Bestleistungen aufstellen konnte. Kurz hinter den beiden kam Langsprinter Bela Karn (Hamburger SV) nach 22,52 sec ins Ziel. Auch die U18-Sprinter Napthali Walz und Matti Wellm (beide Hamburger SV) erzielten über 100m mit 11,29 und 11,31 sec gute Ergebnisse. Vereinskollege Manuel Mordi (Hamburger SV) knackte über 200m mit 22,95 sec ein weiteres Mal die 23-Sekunden-Marke. In der weiblichen Jugend sorgten im Sprint 400m-Ass Lysann Helms sowie die Mehrkämpferinnen Line Kristin Schröder und Vanessa Baldé (alle Hamburger SV) über 200m für die besten Zeiten des Tages (24,71 sec; 25,56 sec; 25,66 sec), die gleichermaßen die Erfüllung der DM-Norm bedeuten. Eben dies gelang auch Jette Beermann (LG Wedel-Pinneberg) über 800m. Sie absolvierte die zwei Stadionrunden in 2:18,11 min und unterbot damit geforderte Zeit für die Jugend-DM in Heilbronn. Dieses Ziel verpassten die männlichen Mittelstreckler Julius Kemper (Hamburger SV) und Adam Alioua (Niendorfer TSV) in ihrem 800m-Lauf knapp, auch wenn sie mit 1:57,51 min und 1:58,96 min beide ihre Bestleistungen steigern konnten. Auf der mit 5.000m längsten Strecke des Tages sorgte aus Hamburger Sicht Felix Ludka (Hamburg Running) mit 15:31,01 min für das bedeutendste Ergebnis.

Die Ergebnisse aller Veranstaltungen sind in der Ergebnisrubrik zu finden.

Aktionstag „Jugend trainert“ der Deutschen Schulsportstiftung – Gemeinsam bewegen am 30. September

By Allgemein, Ankündigungen, Breitensport, Jugend, Schule, Veranstaltungen

Die Deutsche Schulsportstiftung ruft alle Schulen in Deutschland mit einem Aktionstag dazu auf, am 30. September 2020 ein Zeichen für den Schulsport und „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zu setzen.

Im letzten Schuljahr kamen der Schulsport und damit auch der Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ fast vollständig zum Erliegen. Mit einem deutschlandweiten Aktionstag unter dem Motto „Jugend trainiert – gemeinsam bewegen“ möchten die Deutsche Schulsportstiftung, die Kultusministerien der Länder und die am Wettbewerb beteiligten Sportverbände daher zu Beginn des Schuljahres 2020/21 einen wichtigen Schritt in Richtung der Wiederaufnahme des Schulsports in Zeiten von Corona-Einschränkungen vollziehen.

Mit individuellen und kreativen Bewegungsangeboten während einer Pause oder einer Unterrichtsstunde oder im Rahmen bestehender Kooperationen mit den örtlichen Sportvereinen können sich alle Schulen unter Einhaltung der lokalen und von den Schulen vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln an dem Aktionstag beteiligen und diesen öffentlichkeitswirksam dokumentieren.

Was: Deutschlandweite Aktion „Jugend trainiert“ – gemeinsam bewegen
Wann: 30. September 2020 für 20 Minuten bis max. eine Unterrichtsstunde
Wo: An Schulen in ganz Deutschland
Zweck: Öffentlichkeitswirksames Zeichen für den Schulsport und „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“
Persönlicher Nutzen: Umfangreiches Teilnahmepaket mit Startnummern, Urkunden, Aufklebern und Bannern für alle teilnehmenden Schulen sowie Verlosung attraktiver Preise im Nachgang des Aktionstags

Die Anmeldung ist ab dem 3. August 2020 möglich. Für die Anmeldung benötigen Sie folgendes Registrierungspasswort: #gemeinsambewegen

Hier geht es zum offziellen Aufruf des Aktionstages mit allen weiteren Informationen.

ANTI-DOPING-NEWSLETTER August 2020

By Allgemein, Anti-Doping, Breitensport, Jugend, Lehre, Leistungssport, Masters

Im aktuellen Anti-Doping-Newsletter August 2020 finden Sie folgende Themen:

  • World Athletics veröffentlicht Updates zu Veranstaltungen während der Coronapandemie
  • Doping Russland – Rücktritt des RUSAF-Präsidenten Jurtschenko – Entscheidung von World Athletics
  • „Athletengruppen fordern weitreichenden Wandel der WADA“
  • Erneute Suspendierung des Dopingkontrolllabors Neu Delhi
  • Kohlenmonoxid – Doping? Erlaubter Betrug?
  • Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE-Antrag)

Hamburger Leichtathleten distanzieren sich von Rassismus

By Allgemein, Breitensport, Jugend, Leistungssport, Schule

In der aktuellen Ausgabe (August 2020) des Magazins „SZENE HAMBURG SPORT“, welches viermalig im Jahr vom Hamburger Sportbund in Zusammenarbeit mit der SZENE Hamburg veröffentlicht wird, haben sich die beiden HLV-Athleten Lysann Helms und Carl-Junior Mireku Boateng (beide Hamburger SV) im Rahmen eines Interviews unter der Überschrift „Rassismus ist unsportlich“ zu der aktuell weltweit diskutierten Rassismus-Debatte und der Black Lives Matter Movement geäußert. Der entsprechende Artikel ist auf den Seiten 22-24 des frisch erschienenen Magazins nachzulesen. Hier geht’s zur digitalen Ausgabe auf der HSB-Homepage.

Hamburger Sprinterinnen und Sprinter in Top-Form

By Ergebnisse, Jugend, Leistungssport, Wettkämpfe

Das vergangene Wochenende stand für die Hamburger Leichtathletik ein weiteres Mal im Zeichen der Sprinterinnen und Sprinter. Ein Ausrufezeichen setzte vor allem Anna Holzmann (SC Poppenbüttel) am Samstag beim Sprinttag in Zeven. Bei sommerlichen Temperaturen und die Winduntertsützung betreffend nahezu optimalen Bedingungen konnte Anna ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um mehr als zwei Zehntel auf herausragende 11,65 sec steigern. Mit dieser Zeit brach sie zudem auch den 1991 in Bonn von Solveig Pribnow (Buxtehuder SV) aufgestellten Hamburger Landesrekord von 11,70 sec und ist nun offiziell die schnellste Frau der Stadt. Da das Leistungsgefüge bei den Frauen in Deutschland über die 100m sehr eng ist, ist die ebenfalls am Samstag aufgestellte neue Bestzeit über 200m womöglich ebenso bedeutsam für Anna. Mit ihrer gelaufenen Zeit von 24,01 sec liegt sie unter Berücksichtigung weiterer Ergebnisse des Wochenendes auf Rang 18 der Qualifikationsrangliste für die DM in Braunschweig in zwei Wochen und hat damit gute Aussichten, auch zum Meldeschluss zu den Top-24 über 200m zu gehören.

Weitere gute Leistungen in Zeven verzeichneten auch die Nachwuchssprinter des Hamburger SV. Schnellster von ihnen war an diesem Tag U18-Athlet Napthali Walz mit 11,18 sec über 100 Meter. Nur wenig langsamer waren Matteo Ciuchini in 11,24 sec und U20-Athlet Chibugo Luke in 11,21 sec, dem damit nur noch eine Hundertstel zur DM-Norm fehlt. Über 200m wechselte dann die Reihenfolge und Matteo war in 22,72 sec schneller als Chibugo in 22,83 sec. Ähnlich schnell war auch Vereinskollege Manuel Mordi mit gelaufenen 22,77 sec. Auch die weiblichen Sprinterinnen taten es den Jungs gleich und boten in Person von Vanessa Baldé mit 12,36 sec über 100m und Nike Praetzel mit 25,40 sec über 200m beeindruckende Leistungen an. Sowohl Nike als auch Vanessa waren auch über die 100m Hürden schnell unterwegs und unterboten die geforderte DM-Norm deutlich (14,25 sec; 14,58 sec). Bei leichtathletik.de ist ein ausführlicherer Bericht über den Sprinttag in Zeven und weitere herausragende Leistungen zu lesen.

Eine deutlich längere Anreise hatten Lysann Helms, Bela Karn, Louise Wieland (alle Hamburger SV), Leonie Kluwig (Track & Field Club Hamburg) und Jette Beermann (LG Wedel-Pinneberg), die allesamt nach Regensburg zur Laufnacht und zur Sparkassen-Gala reisten. Dabei präsentierten sich die Langsprinter Lysann und Bela im Vergleich zum letzten Wochenende in Wetzlar in konstant guter Form. Nach ihrem Hamburger Rekord in Wetzlar (54,80 sec) lief Lysann die Stadionrunde an diesem Wochenende in 54,83 sec ähnlich schnell. Ebenso war Bela nur wenige Hundertsel langsamer unterwegs, der die 400m am Samstag in 48,85 sec und am Sonntag in 48,84 sec absolvierte. Vereinskollegin Louise war hingegen ein paar Hundertsel schneller unterwegs als zuletzt in Dresden (siehe Bericht) und lief die 200m in neuer Bestzeit von 24,41 sec. Über 100m bestätigte sie mit 11,95 sec ihre Anfang des Monats in Berlin aufgestellte Bestleistung. Auch ihrer Hamburger Kontrahentin Leonie gelang es in diesem Jahr erstmalig die 12-Sekunden-Grenze zu unterbieten. Sie sprintete die 100m in 11,91 sec. Eine beachtliche Steigerung zeigte auch Mittel- und Langstreckenspezialistin Jette über die 1.500 Meter. Ihr gelang es, ihre im Januar in der Halle aufgestellte Bestzeit um nahezu 10 Sekunden auf 4:39,98 min zu verbessern. Mit dieser Zeit unterbot sie die für die Jugend-DM in Heilbronn geforderte Norm deutlich und hat gute Chancen, sich dort gut zu platzieren. Auch leichtathletik.de berichtete sowohl am Samstag von der Laufnacht, als auch am Sonntag von der Sparkassen-Gala.

Die Ergebnisse aller Veranstaltungen sind unter Ergebnisse zu finden.

Ausschreibung ,,Jung, sportlich, FAIR“

By Allgemein, Jugend

Auch in diesem Jahr schreibt die Deutsche Olympische Gesellschaft e.V. (DOG) den Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ aus.

Mit „Jung, sportlich, FAIR“ sollen auch 2020 wieder faire Gesten im Sport sowie Projekte von Jugendlichen zur Thematik Fair Play ausgezeichnet werden. Teilnehmen können alle jugendlichen Sportlerinnen und Sportler im Alter von 12 bis 18 Jahren. Die Gewinner erhalten über Ihren Verein eine Fördersumme von bis zu 500 €. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2020.

Mit der Fair Play-Initiative sollen Kinder und Jugendliche frühzeitig darauf hingewiesen und angeleitet werden, den negativen Entwicklungen im Sport entgegenzuwirken. Die DOG möchte hiermit gerade bei unserem Sportlernachwuchs, sei es im Leistungs- oder Breitensport, ein nachhaltiges Bewusstsein für faires Verhalten schaffen.

Hier geht es zur Ausschreibung.

DM-Normen und Fabelzeiten für HLV-Athleten

By Ergebnisse, Jugend, Leistungssport, Wettkämpfe

Das vergangene Wochenende war ereignisreich für die Athletinnen und Athleten des HLV. In alle Himmelsrichtungen über die Republik verteilt erzielten sie zum Teil herausragende Leistungen. Allen voran sind an dieser Stelle ein weiteres Mal die beiden Top-Sprinter Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah (beide Hamburger SV) zu nennen. Beim nationalen Meeting „fast arms, fast legs“ in Wetzlar waren beide so schnell wie nie zuvor. Über die 100m konnte Lucas seine vor gut einem Jahr an selber Stelle bei der U23-DM aufgestellte Bestzeit um eine Hundertstel auf 10,41 sec verbessern. Auch Owen war nur wenig langsamer und absolvierte die Strecke in 10,48 sec. Allerdings sorgte Owen nur kurze Zeit später mit einer Steigerung seiner 200m-Bestleistung auf grandiose 20,95 sec für ein Highlight aus Hamburger Sicht. Auch der Landesrekord von 400m-Vizeweltmeister Ingo Schultz liegt mit 20,78 sec nicht mehr in allzu weiter Ferne. Lucas hatte mit 21,37 sec in diesem Fall das Nachsehen.

Neben den Kurzsprintern waren auch die Langsprinter Lysann Helms und Bela Karn (beide Hamburger SV) in Wetzlar am Start. Für Lysann war es der erste 400m-Lauf nach einer von Verletzungen geprägten Hallensaison. Sie scheint die letzten Wochen und Monate aber gut genutzt zu haben, präsentierte sich in bestechender Form und absolvierte die Stadionrunde in neuer Bestzeit von 54,80 sec. Damit verbessert Lysann zudem den von Désirée Meyer im Jahr 2004 aufgestellten Hamburger Rekord der weiblichen Jugend U18 über diese Distanz um eine Hundertstelsekunde. Vereinskollege Bela benötigte für die Viertelmeile 48,83 sec und lief damit bereits beim ersten 400m-Rennen der Saison nahezu genauso schnell wie im Winter in der Halle. Ein ausführlicher Bericht der Veranstaltung ist bei leichtathletik.de zu lesen.

Bereits am Freitagabend stieg auch Mittelstreckenspezialistin Lisa Hausdorf (AG Hamburg West) bei der Gohliser-Lauf-Nacht in Leipzig mit einem 800m-Lauf in die Saison ein. Mit ihrer Zeit von 2:11,55 min zeigte auch Lisa sich bereits in einer guten Form mit Blick auf die Deutschen Jugend-Meisterschaften Anfang September in Heilbronn. Während Lisa bis nach Leipzig reiste, waren ihre männlichen Mittelstrecken-Kollegen Jan-Eric Büsing (SC Poppenbüttel) und Julius Kemper (Hamburger SV) am Wochenende beim Läuferabend in Lübeck über die 1.500 Meter in den Startlisten zu finden. Während der noch der U18 angehörige Jan-Eric mit seiner Zeit von 4:05,50 min die Qualifikationsnorm für die Jugend-DM deutlich unterbot, stellte U20-Athlet Julius mit 4:06,45 min eine neue Bestleistung auf, verpasste die Jugend-DM-Norm damit aber noch knapp um etwa eine Sekunde. Gute 5.000-Meter-Zeiten rannten in Lübeck unter anderem Caroline Garmatter und Nina Albers (beide hamburg running), die 17:29,76 min bzw. 17:43,21 min auf die Bahn brachten und damit zwei der bislang schnellsten 5000m-Frauen-Zeiten in Deutschland 2020. W55-Läuferin Elisabeth Breit (hamburg running) unterbot in 2:48,96 min den bisherigen Altersklassen-Landesrekord über 800m von 2:50,5 min deutlich.

Ebenfalls in Lübeck am Start waren die Mehrkämpferinnen Line Kristin Schröder, Nike Praetzel und Vanessa Baldé (alle Hamburger SV). Erfreulicherweise konnten dabei sowohl Line mit 4.687 Punkten als auch Nike mit 4.542 Punkten die für die Mehrkampf-DM geforderte Mindestleistung erfüllen. Vanessa verpasste die geforderte Punktzahl zwar knapp, rannte dafür aber die 100m so schnell wie noch nie (12,49 sec) und unterbot die Jugend-DM-Norm über diese Strecke. Sowohl Line als auch Nike präsentierten sich vor allem über die 100m Hürden in herausragender Form (14,37 sec; 14,42 sec). Zudem zeigte Line auch im Weitsprung mit 5,71m eine beachtenswerte Leistung. Vereinskollegin Latifa Beuck (Hamburger SV) trat im Rahmen des Mehrkampfes über 100m an und kam mit 12,39 sec nah an ihre Bestzeit aus dem Vorjahr heran. Ebenso konnte Nachwuchstalent Jerom Simon (TSV Wandsetal) seine im wahrsten Sinne aufsteigende Form der letzten Wochen im Hochsprung mit übersprungenen 1,88m bestätigen. Schnell unterwegs war auch Anna Holzmann (SC Poppenbüttel) bei den Rahmenwettbewerben des Mehrkampfmeetings in Bremen. Sie lief die 100m in 11,93 sec und die 200m in 24,42 sec, beide Strecken mit nicht zu vernachlässigenden Gegenwinden.

Auch die Weitspringer Bennet Vinken, Carl-Junior Mireku Boateng, Benita Kappert und Anika Nießen (alle Hamburger SV) waren am Wochenende beim -Help at Corona- Meeting in Osterode wieder aktiv. Auch wenn nicht alle an ihre Leistungen der Vorwochen anknüpfen konnten, zeigten sie doch ansprechende Leistungen (7,34m; 7,19m;  6,00m; 5,81m). Auch leichtathletik.de berichtete aus Osterode.

Die Ergebnisse aller Veranstaltungen sind unter Ergebnisse zu finden.

LADV neues Portal für Veranstaltungsanmeldungen

By Allgemein, Breitensport, Leistungssport, Service, Veranstaltungen, Wettkämpfe

Mit der weiteren Digitalisierung im DLV und der damit verbundenen Abschaltung von DLV-event am 06. Juli  haben sich für die meisten Landesverbände Änderungen in der Veranstaltungsanmeldung ergeben. Ab sofort sind alle Veranstaltungsanmeldungen für stadionnahe und  stadionferne Veranstaltungen im Hamburger Landesverband  über LADV vorzunehmen.  Nur mit Anmeldung und Genehmigung der Veranstaltung erfolgt z.B. eine Aufnahme in den Veranstaltungskalender des DLV oder die Aufnahme von Leistungen in die Bestenlisten. Die alten bzw. bereits genehmigten Veranstaltungen aus DLV-event werden derzeit noch übertragen und stehen in Kürze auch als Kopiervorlage zur Verfügung.

Hinweise zum Erstellen eines Benutzerkontos (falls noch nicht für Meldungen zu Stadionveranstaltungen über LADV vorhanden) sowie zum Anmeldeverfahren stadionnaher und stadionferner Veranstaltungen können unter nachfolgenden Links abgerufen werden:

Einrichten eines Benutzerkontos

Anmeldung stadionnaher Veranstaltungen

Anmeldung stadionferner Veranstaltungen (Läufe/Cross-/Wald-/Berglauf/etc.)

DLV veröffentlicht weitere DM-Ausschreibungen

By Ankündigungen, Jugend, Leistungssport, Masters, Wettkämpfe

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Dienstag weitere Ausschreibungen für Deutsche Meisterschaften 2020 veröffentlicht. Abrufbar sind auf der HLV-Homepage nunmehr Informationen zur Jugend-DM der U20/U18 in Heilbronn (4. bis 6. September), zur Mehrkampf-DM U18 bis Aktive in Vaterstetten (21. bis 23. August), zur Mehrkampf-DM der Senioren mit Gewichtwurf in Zella-Mehlis (21. bis 23. August) und zur Mehrkampf-DM der Jugend U16 in Halle (Saale) (29./30. August). Weitere Details zu diesen Veranstaltungen sowie ggf. Ergänzungen und Aktualisierungen finden Sie wie gewohnt in der in der Rubrik „Termine“.

Leistungssteigerungen für HLV-Athleten und erstes Sportfest in Hamburg

By Ergebnisse, Jugend, Leistungssport, Wettkämpfe

Die „Late Season“ 2020 nimmt für die HLV-Athletinnen und -Athleten mehr und mehr Fahrt auf. Darüberhinaus wurde mit dem Sportfest des Buxtehuder SV nun auch im Hamburger Leichtathletik-Verband (wenn auch geografisch in Niedersachsen gelegen) der Wettkampfbetrieb wieder aufgenommen.

Bereits am Donnerstagabend konnte Diskustalent Mika Sosna (TSG Bergedorf) beim Werfertag des TSV Bargteheide seine Bestleistung mit dem 1,75kg schweren U20-Diskus auf 56,77m steigern. Diese Weite stellt zudem eine Verbesserung seines von ihm selbst gehaltenen Landesrekordes dar (siehe Bericht). Am Freitagabend reiste eine kleine Auswahl Hamburger Athletinnen und Athleten bis nach Dresden zum Abendsportfest des Dresdener SC. Vor allem Sprinterin Louise Wieland (Hamburger SV) überzeugte mit ihren Leistungen in den Kurzsprints, wobei sie über 200m in 24,44 sec mit optimalen +2,0m/s Rückenwind eine neue Bestleistung aufstellen konnte (100m; 12,04 sec). Ein ausführlicher Bericht der Veranstaltung ist bei leichtathletik.de zu lesen.

Ebenfalls am Freitagabend läutete der Buxtehuder SV mit seinem Sportfest den Beginn der Late Season im Hamburger Leichtathletik-Verband ein. Besonders herauszuheben sind die Ergebnisse der HLV-Nachwuchsathletinnen Marlene Lang und Caroline Hartwig (beide LG Wedel-Pinneberg). Mit ihren Leistungen von 12,82 sec über 100m und 5,58m im Weitsprung landete Marlene in beiden Disziplinen eine Nase vor ihrer Vereinskollegin (12,90 sec; 5,42m).

Auch in Lübeck ging es an diesem Wochenende wieder Rund auf der Bahn. Beim Sprinter- und Läuferabend am Samstag kam Mittelstreckenspezialist Emil Aßmann (Niendorfer TSV) über 800m der Zwei-Minuten-Marke gefährlich nahe und verbesserte sich auf 2:00,39 Minuten. Auch die HSV-Sprinter Chibugo Luke und Marcel Klobe zeigten über 200m ansprechende Leistungen (22,78 sec; 22,87 sec).

Den Abschluss des Wettkampfwochenendes stellte am Sonntag der „Tag der Überflieger“ in Essen dar. Allen voran präsentierte sich Weitspringer Bennet Vinken (Hamburger SV) in bestechender Form. Ein weiter Satz auf hervorragende 7,56m bescherte ihm eine deutliche Steigerung seiner Saisonbestleistung im Vergleich zur Vorwoche. Auch sein Vereins- und Trainingspartner Carl-Junior Mireku Boateng (Hamburger SV) knüpfte nach seiner langen Verletzungspause an seine gute Leistung aus Berlin an (siehe Bericht) und sprang 7,11m weit. Auch leichtathletik.de hat einen Bericht zu dieser Veranstaltung veröffentlicht.

Die Ergebnisse aller Veranstaltungen sind unter Ergebnisse zu finden.

Heilbronn wird Gastgeber der Jugend-DM, U16-Mehrkämpfer in Halle/Saale

By Ankündigungen, Jugend, Leistungssport, Wettkämpfe

In der Planung der Late Season der Leichtathleten sind einige Änderungen notwendig geworden. Sie betreffen jeweils mit einem Orts- und Terminwechsel die Meisterschaften der U18/U20 und die Mehrkämpfe der U16.

Die Detailkonzeption der verbliebenen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in der Corona-Saison 2020 läuft auf Hochtouren. Damit verbunden: Terminverschiebungen sowie erhöhte Aufwände in der Planung und Organisation aufgrund von notwendigen Durchführungs- und Hygiene-Konzepten.

Diese veränderten Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Jugend-DM der U20 und U18 von Ulm nach Heilbronn verlegt wird. Das Ulmer Donaustadion war vom 24. bis zum 26. Juli als Austragungsort vorgesehen gewesen. Aufgrund der Risiko-Bewertung der Corona-Pandemie sowie der damit verbundenen veränderten Richtlinien zur Durchführung von Sportveranstaltungen und der Verordnungen zum Infektionsschutz hat Ulm jedoch von der Austragung der Titelkämpfe Abstand genommen. Hinzu kommt, dass im Stadion zum Zeitpunkt einer Neu-Terminierung Anfang September Umbau-Maßnahmen stattfinden sollen.

Der ausrichtende Württembergische Landesverband konnte jedoch mit der Stadt und der TSG Heilbronn erfahrene Partner gewinnen, die sich dazu bereit erklärt haben, die Titelkämpfe in ihrem Stadion auszurichten. Hier hatte zuletzt 2018 die U23-DM stattgefunden. Die Jugendlichen der Altersklassen U20 und U18 werden dort vom 4. bis zum 6. September ihre Deutschen Meister 2020 ermitteln.

Mehrkampf-DM der U16 in Halle/Saale

Für die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf in Vaterstetten haben die Neu-Konzeptionen zur Folge, dass eine Integration aller Altersklassen in die Titelkämpfe vom 21. bis 23. August nach Prüfung aller Möglichkeiten nicht umsetzbar ist: Es können nicht alle vorhandenen Anlagen genutzt werden, wenn Mindestabstände und weitere Auflagen erfüllt werden müssen und zudem die maximal zugelassene Personenzahl nicht überschritten werden darf. So werden hier lediglich die Titel im Siebenkampf und Zehnkampf der U18 bis zu den Aktiven vergeben.

Die Mehrkampf-Hochburg Halle/Saale mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt hat sich daraufhin dazu bereiterklärt, die Mehrkampf-Meisterschaften der U16 auszurichten. Um für alle Vereine und Athleten eine Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen, verschiebt sich der Termin für die W/M14- und W/M15-Athleten um eine Woche auf den 29./30. August.

Eine Ausschreibung sowie Informationen zum Qualifikationsmodus wurden noch nicht veröffentlicht.

Rasante Sprints und weite Sprünge in Berlin

By Ergebnisse, Leistungssport, Wettkämpfe

Nach den ersten Wettkämpfen der Werfer in den letzten Wochen, ist am vergangenen Freitag beim Midsommar-Sportfest Berlin auch die Hamburger Sprint- und Sprungelite in die „Late Season“ gestartet. Dabei dominierten im Sprint der Männer Owen Ansah (10,45 sec) und Lucas Ansah-Peprah (beide Hamburger SV; 10,54 sec) über 100 Meter vor Lokalmatador Lucas Jakubczyk (SCC Berlin; 10,73 sec). Auch über die 200 Meter lief das HSV-Duo vorne weg. Owen Ansah (21,02 sec) kratzte dabei sogar an der 21-Sekunden-Marke vor Lucas Ansah-Peprah (21,41 sec). In der Konkurrenz der Frauen gelang es dafür Louise Wieland (Hamburger SV) über 100 Meter die 12-Sekunden-Grenze zu knacken, indem sie in 11,95 sec eine neue Bestleistung aufstellte. Leonie Kluwig (Track & Field Club Hamburg) verpasste diese Marke trotz Saisonbestleistung noch knapp (12,05 sec). Louise sprintete zudem auch über die 200 Meter in 24,60 sec nah an ihre Bestzeit heran.

Im Weitsprung der Männer zeigten bei sommerabendlichen Bedingungen die Deutschen Jugendmeister der U20 und U18 des Vorjahres Bennet Vinken (Hamburger SV; 7,33m) und sein Vereinskollege Carl-Junior Mireku Boateng (7,23m) ebenfalls ansprechende Leistungen zum verspäteten Saisoneinstieg. Auch den U20-Athletinnen gelangen im Wettbewerb der Frauen starke Sprünge. Mit einem Doppelsieg glänzten Benita Kappert mit 6,15m und Anika Nießen mit 6,06m (beide Hamburger SV). Für Benita war es zugleich eine erfolgreiche Premiere als HLV-Athletin.

Darüberhinaus präsentierten sich auch die Langsprinterinnen und -sprinter bereits in guter Form. U18-Athlet Matteo Ciuchini (Hamburger SV) verpasste seinen ersten 400m-Lauf unter der 50-Sekunden-Schallmauer mit einer persönlichen Bestleistung 50,01 Sekunden nur knapp. Lysann Helms (Hamburger SV) fokussierte sich noch auf die Unterdistanzen, stellte dabei aber sowohl über 100 Meter (12,26 sec) als auch 200 Meter (24,76 sec) neue Bestleistungen auf. Bemerkenswert sind auch die Zeiten der U18-Athletinnen Line Schröder über 200 Meter (25,48 sec) und Nike Praetzel (beide Hamburger SV) über 100 Meter Hürden (14,25 sec).

Der Hamburger Leichtathletik-Verband gratuliert allen Athletinnen und Athleten sowie ihren Trainerinnen und Trainern zu diesem erfolgreichen Beginn einer besonderen Saison!

Ein ausführlicher Beitrag zu der Veranstaltung ist bei leichtathletik.de zu finden. Die Gesamtergebnisliste ist hier einzusehen.

 

 

Besonderer Service für Läuferinnen und Läufer

By Allgemein, Ankündigungen, Breitensport, Jugend, Leistungssport, Masters

Die Corona-Pandemie stellt alle vor neue Herausforderungen. Das Training muss, wie so oft, allein organisiert werden. Für viele Hamburger Leistungssportler stellt sich das Problem, dass keine exakt vermessenen Strecken für ein fundiertes Training außerhalb der Stadien wohnortnah oder schnell erreichbar zur Verfügung stehen, ohne in ein Stadion zu müssen.

Als Vermesser von Internationalen Laufstrecken, der zurzeit „arbeitslos“ ist, hat der Vorsitzende des HLV-Breitensportausschusses Wolfgang Timm nun diverse Strecken in Hamburg eingemessen, die derzeit oft in Benutzung sind und den Anspruch an eine exakte Länge befriedigen. GPS-Daten sind da völlig untauglich für ein exaktes Training.

Folgende Strecken hat Wolfgang Timm bereits vermessen und sie mit entsprechenden Markierungen versehen:

Gerne möchte er dieses Engagement für die Leistungssportler als kostenfreien Service des Hamburger Leichtathletik-Verbandes vertiefen. Wer also seine „Haus-Trainingsstrecke“ eingemessen haben möchte, kann sich gerne bei Wolfgang Timm melden. Dieser Service ist vorrangig auf die Leistungssportler aus den Vereinen des Hamburger Leichtathletik-Verbandes beschränkt. Allerdings werden die Ergebnisse auf der HLV-Homepage veröffentlicht. Wer einen Wunsch zur Vermessung an Wolfgang Timm sendet, müsste den Vermesser dann mit dem Rad begleiten bzw. führen können.

Eine Mail an Wolfgang Timm (timm@hhlv.de) oder ein Telefonat zur Terminabklärung (0171 ‐ 535 19 49) genügen. Strecken im Bereich von 1000m (in 100m Schritten), 5km und 10km wären im Angebot zur Vermessung. Markierte Strecken müssen aber selbst gepflegt werden.

 

DLV veröffentlicht DM-Ausschreibung für Braunschweig

By Ankündigungen, Leistungssport, Wettkämpfe

Unter den besonderen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr die Ausschreibung für die Deutschen Meisterschaften am 8./9. August in Braunschweig entstanden. Sie beinhaltet daher im Vergleich zu den Vorjahren einige abweichende Vorgaben, die unter anderem die Qualifikationskriterien betreffen. So werden dieses Mal gleichermaßen Freiluft-Leistungen aus der Saison 2020 und aus der Saison 2019 berücksichtigt. Eine Qualifikations-Rangliste, die bis zum Meldeschluss am 28. Juli in der Regel zweimal wöchentlich aktualisiert wird, ist auf leichtathletik.de abrufbar.

Im weiteren Organisationsprozess der DM könnten unter Berücksichtigung neuer behördlicher Vorgaben Anpassungen der Ausschreibung notwendig werden. Athleten, Vereine und Betreuer werden daher gebeten, die Ausschreibung auf der DM-Terminseite im Terminkalender regelmäßig auf Aktualisierungen zu prüfen. Dies betrifft zum Beispiel die maximal zugelassene Anzahl der Teilnehmer je Wettbewerb, die Durchführung der Lauf-Wettbewerbe oder auch die Hygienerichtlinien.

Digitale Ranglisten: Neuer Bestenlisten-Service auf leichtathletik.de

By Ankündigungen, Ergebnisse, Jugend, Leistungssport, Masters, Wettkämpfe

Die vorläufigen Leichtathletik-Ranglisten der Freiluft-Saison 2020 sind abrufbar. Erstmals steht der Bestenlisten-Service zum digitalen Abruf mit Auswahl-Menüs und Suchfunktion zur Verfügung.

Die Freiluft-Saison 2020 nimmt langsam Fahrt auf – zumeist noch im Rahmen von alternativen Sportfesten, in kleinen Teilnehmerfeldern und mit abgespecktem Disziplin-Programm. Doch zunehmend mehr Leichtathleten nutzen mittlerweile die Chance, sich trotz der Corona-Pandemie einer ersten Formüberprüfung im Wettkampf-Betrieb zu unterziehen.

Einen Überblick über die bisher erzielten Leistungen bietet die neue Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV): Ab sofort stehen die Ranglisten in einer verbesserten digitalen Übersicht zur Verfügung, in der Nutzer nach Altersklasse oder Disziplin filtern, nach Namen suchen und deutlich umfangreichere Datenbestände abrufen können. Angeboten wird dieser Service zunächst für die Altersklassen der U16 bis hin zu den Aktiven, beginnend mit der Freiluft-Saison 2020. Die Bestenlisten der vorherigen Jahre sind nach wie vor im Archiv abrufbar.

Automatische und manuelle Datenpflege

Direkt Eingang in die Bestenlisten finden Resultate von Veranstaltungen, die über die Software TAF3 von Seltec abgewickelt wurden. Diese Daten werden im Wochenverlauf fortlaufend ergänzt um Resultate weiterer Veranstaltungen auf nationalem und internationalem Boden im Stadion und auf der Straße. Darüber hinaus findet stetig eine Daten-Kontrolle und -Bereinigung statt.

Leistungen aus Trainings- und Testwettkämpfen sind nicht bestenlistentauglich. Auch in Corona-Zeiten gelten zur Anerkennung von Resultaten grundsätzlich die gleichen Rahmenbedingungen wie bisher:

  • angemeldeter und genehmigter Wettkampf
  • regelkonforme Durchführung (qualifizierte Kampfgerichte)
  • elektronische Zeitmessung
  • Windmessung bei Weit-/Dreisprung und Sprint bis 200 Meter
  • Athleten müssen ein gültiges Startrecht besitzen

Sollten besonders zum Start des neuen Bestenlisten-Services noch Fehler oder Lücken auffallen, sind entsprechende Hinweise per Mail an Kevin Glunz zu senden. Dabei ist zu beachten, dass nur vollständige Hinweise (Ergebnisliste oder Link zur Ergebnisliste; Ergebnis; Name; Jhg; Verein; Ort und Datum der erbrachten Leistung) aufgenommen werden können. Die Ergänzung fehlender Resultate kann einige Tage in Anspruch nehmen.

Zwei Neue beim HLV – Dominik Ludwig und Patrick Meibom stellen sich vor

By Allgemein, Jugend, Lehre, Leistungssport

Seit nun einem Monat sind die beiden neuen Landestrainer Dominik Ludwig (Sprint) und Patrick Meibom (Mehrkampf) in ihren neuen Positionen aktiv (wir berichteten). Nun ist es an der Zeit, dass sich beide dem Verband und seinen Mitgliedern, vor allem aber den Athletinnen und Athleten sowie deren Trainerinnen und Trainern vorstellen. Dafür haben Dominik und Patrick sich gegenseitig interviewt. Im Folgenden ist zu lesen, welche Fragen sie sich gegenseitig gestellt haben und auch welche Antworten sie darauf gegeben haben.

 

Interview mit Dominik Ludwig (geführt von Patrick Meibom)

Hi Dominik, Du bist seit Juni 2020 Verbandstrainer für den HLV und zuständig für den Bereich „Sprint“, was hat Dich motiviert, die Aufgabe zu übernehmen?

Ich stelle mich grundsätzlich gerne Herausforderungen und möchte dazu beitragen, dass sich die Leichtathletik in Hamburg zeitgemäß und attraktiv entwickelt. Eine wichtige Grundlage hierfür ist aus meiner Sicht eine langfristige Zielsetzung sowie eine klare Strategie. Mit dem Leistungssportkonzept 2020 – 2024 sowie den vorhandenen Ressourcen (u.a. etablierte Vereine, Jahnkampfbahn, Leichtathletikhalle) sind diese Voraussetzungen erfüllt.

Mein Herz schlägt besonders für den Sprint, weil der Adrenalinkick beim Startschuss oder bei der Staffelholzübergabe alternativlos ist (übrigens auch für mich als Trainer neben der Bahn).

Hast Du im Sprint/Lauf-Bereich eine Lieblingsdisziplin?

Nein.

Wie lange bist Du jetzt schon Trainer? In welchem Verein?

Ich habe von 1995 – 2008 und 2013 – 2016 als Trainer im Ahrensburger TSV (Schleswig-Holstein) gearbeitet und sämtliche Altersklassen und Disziplinen trainiert. Seit 2015 arbeite ich hauptberuflich im Sport und betreue zudem Athletinnen und Athleten im Track & Field Club Hamburg.

Was macht Dir am meisten Spaß am Trainerdasein?

Spaß macht es mir natürlich, wenn Athletinnen und Athleten ihre persönlichen Ziele erreichen. Das Trainerziel, die Peak-Performance so zu steuern, dass Athletinnen und Athleten diese exakt am Saisonhöhepunkt abliefern, übt einen besonders großen Reiz auf mich aus. Spaß macht mir auch der Weg zu diesem Ziel. Ich lerne gerne dazu und halte mich ständig auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse, um meine Philosophie stetig zu optimieren. Wenn sich mir die Wirkungsweise einer neuen Übungsform nicht erschließt, probiere ich sie an mir aus, bevor ich sie ggf. integriere. Auch das Entwickeln sprintspezifischer Übungen und Drills sowie die Biomechanik-Analyse bereiten mir Freude.

Gibt es sportliche Erfolge als Trainer, auf die Du gerne zurückblickst oder Saisons von denen Du sagst, die haben Dich in Deiner Entwicklung weitergebracht?

Natürlich gibt es besonders emotionale Momente, in denen sich das Engagement für Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainer auszahlt. Zu diesen zählen insbesondere die Medaillen, die meine Athletinnen und Athleten bei Deutschen Meisterschaften im Sprint und Mehrkampf erreicht haben. Als wichtigsten Erfolg sehe ich es aber an, dass ich alle meine Athletinnen und Athleten stetig progressiv entwickelt habe ohne dass jemals schwere Verletzungen aufgetreten sind.

Zuletzt hatte ich die Möglichkeit, die Hockey-Nationalmannschaft der Damen als verantwortlicher Athletiktrainer zu betreuen. Auf der 25-monatigen gemeinsamen Weltreise habe ich eine Menge über Motivation, Zusammenhalt und Professionalität im Spitzensport gelernt. Besonders schön waren die Medaillen, die wir 2018 (WM-Titel in der Halle, EM-Titel in der Halle) und 2019 (EM-Silber und -Bronze bei der Hockey Pro League) gewonnen haben. Trotz dieser Erfolge habe ich die Leichtathletik sehr vermisst und bin froh, die Chance zu haben, im HLV zu arbeiten.

Neben den emotionalen Höhepunkten in der LA und beim Hockey hatten natürlich auch Misserfolge und persönliche Enttäuschungen einen großen Einfluss auf meine aktuelle Trainerphilosophie. Dabei sind sowohl eine eingehende Analyse der Saison inklusive Feedback der Athletin / des Athleten sowie die darauf basierende Selbstreflexion die entscheidenden Werkzeuge.

Wie warst Du denn so früher im Sport, gibt es Bestleistungen, die das geneigte Publikum wissen müsste?

Ich habe schon immer für den Sprint gebrannt – leider hat meine Muskelfaserzusammensetzung nicht mitgespielt ;-)

Deine Vision für die Leichtathletik in Hamburg?

Es wäre toll, wenn alle Menschen, denen die Leichtathletik in Hamburg am Herzen liegt, konstruktiv und innovativ an einem Strang ziehen. Über Vereinsgrenzen hinaus haben wir die Chance in unserer Hansestadt moderne Konzepte zu gestalten und die Sportart ein Stück weit zu modernisieren/reformieren.

Ich stehe den Kaderathletinnen und Kaderathleten im Sprintbereich ab sofort als Ansprechpartner zur Verfügung und werde zusammen mit unserem Trainerteam die Rahmenbedingungen weiter optimieren.

Aufgrund der Wichtigkeit für die Zukunft unserer Sportart ist es mir ein besonderes Anliegen, potenzielle Trainertalente zu finden, zu fördern und zu entwickeln. Hierfür bin ich auf Mithilfe angewiesen und freue mich, wenn mir entsprechende Kandidaten aus den Vereinen genannt werden.

Interview mit Patrick Meibom (geführt von Dominik Ludwig)

Hallo Patrick, seit diesem Sommer bist du als Disziplintrainer im HLV für den Mehrkampf verantwortlich. Worin liegt für dich der Reiz dieser Aufgabe? 

Mein Herz hat, seitdem ich mit der Leichtathletik angefangen habe, schon immer für den Mehrkampf geschlagen und ich durfte bereits viele schöne Jahre absolut wunderbare Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer trainieren und diese regelmäßig auch auf Deutschen Meisterschaften betreuen. Der Reiz liegt nun in der Heranbildung eines Mehrkampfkaders in Hamburg, gemeinsam mit den Heimtrainern. Dafür möchte ich zuerst einmal gerne als Ansprechpartner für Trainer und Mehrkämpfer auch in Fragen von Trainingsgestaltung und -planung zur Verfügung stehen und würde mich über einen regen und offenen Austausch freuen, um optimale Trainingsbedingungen für die Athletinnen und Athleten in Hamburg zu ermöglichen. Dabei ist es ja auch so, dass die Landestrainer insgesamt als Team sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es ist klasse, von einem bisher noch kleinen aber schon so tollen Verbandstrainerteam unterstützt zu werden und intensive Anregungen zu erhalten.

Welche eigenen sportlichen Wurzeln hast du?

Angefangen habe ich tatsächlich im Mannschaftssport und habe bis zu meinem 15. Lebensjahr Fußball gespielt, zuerst beim TSV Sasel und zuletzt beim SC Concordia in der Jugend-Oberliga. Allerdings habe ich die Atmosphäre und den oft künstlich aufgebauten Druck beim Fußball irgendwann als recht anstrengend empfunden und mich nach einer etwas feinsinnigeren und für mich irgendwie anspruchsvolleren Alternative in der Nähe meines Wohnortes umgeschaut. Das war die Leichtathletik in Poppenbüttel! Der Einstieg gelang mir dann über den Weit- und Hochsprung recht gut, musste den Leistungssport jedoch ausgerechnet nach einer beim Volleyball (bei der Bundeswehr) zugezogenen kapitalen Bänderverletzung am Sprungfuß jäh beenden.

Seit wann bist du als Trainer aktiv?

Seit langer Zeit ;-). Ich habe bereits als Jugendlicher Ende der 80er meine C-Lizenz bei Hans Peters abgelegt. Nach einer längeren Pause durch Ausbildung und Studium in den 90ern und frühen 2000ern, bin ich 2007 wieder als Trainer eingestiegen und habe 2015 dann den B-Lizenz-Lehrgang für den Mehrkampf erfolgreich abgeschlossen.

Welches war dein schönster Moment als Trainer?

Es ist natürlich schon immer toll, wenn man es als Trainer schafft, den Athleten in seinen sportlichen Ambitionen zu unterstützen, voranzubringen und diese zu (ggf. auch unverhofften) sportlichen Erfolgen zu führen, sei es in regionalen Wettkämpfen oder auf nationalen Meisterschaften. Da gab es wirklich viele schöne Momente, so dass ich gar keinen besonders herausheben möchte. Schön ist natürlich auch, wenn man merkt, es hat sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis gebildet, ob gegenüber Athleten oder anderen (Mit-)Trainern, auf deren Grundlage viel besser auf Herausforderungen eingegangen werden kann.

Gibt es Disziplinen, die du besonders gerne bzw. weniger gerne magst?

Für mich hat tatsächlich jede Einzel-Disziplin ihren Reiz. Gerade in der „Disziplin“ des Mehrkampfes (ob 10- oder 7-Kampf) finde ich es aber faszinierend, dass „Mehrkämpfer innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Disziplinen mit unterschiedlichen Anforderungen absolvieren“ und nicht nur die rein sportliche, sondern auch mentale Komponente, ausschlaggebend wird.

Worauf legst du als Trainer besonders wert?

Ich finde es toll, wenn sich innerhalb einer Trainingsgruppe die Athleten auch persönlich verstehen bzw. gut miteinander auskommen, da jeder von jedem doch immer noch etwas lernen kann und es sich zusammen einfach auch gut trainieren lässt. Auch Flexibilität und Resilienz zu vermitteln sowie einen langfristigen Aufbau zu verfolgen, halte ich gerade für den Mehrkampf für sehr wichtig.

Ich finde es auch gut, neue und zuerst vielleicht unbekannte Wege hinsichtlich Trainingsmethoden oder –ansätze auszuprobieren, um den Athleten eine vielseitige Basis anzubieten und dazu auch in einem regen Austausch mit anderen Trainern zu stehen.

Zudem ist essentiell, einen weiten und offenen Blick als Trainer zu haben (z.B. um von anderen Trainern, Trainingsmethoden oder auch Sportarten lernen zu können), aber auch sich seines eigenen Konzeptes bewusst zu werden und Widerstände überwinden zu können. Da muss ich mich natürlich auch wieder jeden Tag hinterfragen und bereits Angewendetes auf den Prüfstand stellen. Man lernt nie aus!

Welche Ziele verfolgst du für den Mehrkampf (die Leichtathletik) in Hamburg?

Es wäre klasse, wenn wir bei dem tollen Potential, dass die heutigen Athleten mitbringen, in Hamburg eine auch erst einmal auf nationaler Ebene schlagkräftige und leistungsstarke Mehrkampftruppe aufbauen könnten und jungen Athleten vermitteln, dass der Mehrkampf, über den sicherlich auch ggf. überproportional erforderlichen Trainingsfleiß hinaus, sehr viel Spaß macht und einen nicht nur sportlich, sondern auch persönlich zwar viel abverlangt aber auch unschätzbar wertvoll für das eigene Leben ist.

 

Der Hamburger Leichtathletik-Verband bedankt sich bei Dominik und Patrick für diese interessanten Einblicke in ihre Trainerwelten und heißt beide ein weiteres Mal herzlich willkommen!